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Kilian: Aus Fremden werden Freunde

Von Gaby Eggert
18.7.2018 Schermbeck. In jedem Jahr ist Kilian ein Fest, bei dem aus Fremden Freunde werden. Sagt man so.

In diesem Jahr wollte es der Zufall, dass ich Beispiele dessen erleben durfte, abgesehen von den „Kindern“ die an diesen Tagen wieder nach Hause kommen und mit ehemaligen Weggefährten das Traditionsfest zu feiern.
Seit Jahren kommen die Stadtkapelle Ahaus und die Musikkapelle Holtwick zu den Kilianstagen ins Dorf, um das Fest musikalisch zu begleiten. Und es ist auch schon Tradition, dass auch die Kilianer hüben und drüben der Kirche, ihre Kapellen in ihrer Heimat zu diversen Festen besuchen.
Die Städtische Kapelle Ahaus ist übrigens froh, dass die Festtage vorverlegt wurden „Es war an den Montagen immer schwierig Musiker zu bekommen“, hieß es. In Ahaus diene der Montag ebenfalls schon seit Jahren nur noch zur Nachfeier.


Nach 35 Jahren zog es den 60jährigen Siggi  Lubnau mal wieder zum Kiliansfest in die Heimat. Aus beruflichen Gründen ist der gelernte Raumausstatter damals Richtung Stuttgart gezogen und dort geblieben. Und er hat das Schützenfest von Anfang bis zum Ende mit gefeiert, obwohl er kaum noch jemanden kannte.


Aber den Anschluss an die feiernden Kilianer habe er schnell gefunden, berichtete er. „Am Freitagabend war ich mit zur Eröffnung am Ehrenmal und das war schon berührend“, erzählte Siggi Lubnau. Ein Gefühl von Heimat und auch Kindheitserinnerungen wären in ihm aufgestiegen.

Einer der mit Rührung nichts am Hut hatte, aber begeistert von den feiernden Schermbeckern ist, das ist Scottie La Rocca aus LA. Der junge Mann ist ein Freund von Thomas Wittwer und hat das Kiliansfest im letzten Jahr kennen gelernt.


Thomas Wittwer, der den jungen Mann aus den USA, bei seinem Auslandsstudium kennen lernte und seitdem mit ihm befreundet ist, erinnert sich lachend an das letzte Jahr. „Ich habe ihn vom Flugplatz abgeholt. bin mit ihm in die Schermbecker Mitte, und habe, weil ich noch etwas erledigen musste, Marc und Florian Anschütz gebeten sich um den Gast zu kümmern“, erzählt Wittwer lachend. Und was ist passiert?? „Als ich nach einer Viertelstunde wieder kam, hatte Scottie schon das Schüppenhemd an und die Party ging ab.


Wieder zuhause angekommen, habe der Amerikaner mit italienischen Wurzeln im letzten Jahr die Berichte und Fotos (Internet sei Dank)  gesammelt. Auf einem Skizzenblock habe er die Menschen porträtiert, die er beim Schützenfest kennen gelernt hatte, aber dessen Namen er nicht wusste.


Thomas Wittwer hat auf den Zugesandten jeden erkannt und die Namen über den großen Teich geschickt. Die hat Scottie auswendig gelernt und konnte in diesem Jahr jeden ansprechen, der ihm in Erinnerung geblieben ist. Denn er hatte Feuer gefangen und ist wiedergekommen und er hat auch beim diesjährigen Fest alles mitgenommen was es zu feiern gab. Schon am Kilianssamstag hatte er kaum noch Stimme. Wer weiß vielleicht wird er ja mal König von Schermbeck.


Die nun ehemalige Altschermbecker Königin Julia Ufermann hatte Verwandte aus Kehl am Rhein eingeladen. Sie wohnten in der Linde, also quasi mitten drin im Geschehen. Regine und der „kleine Frank“, sowie Tim „Hübsch“ feiern in ihrer Heimat nur ein Stadtfest, wie sie erzählten. Schützenfeste gebe es dort nicht und sie waren begeistert- von Kilian und von den Schermbeckern


Natürlich haben auch sie alles mitgenommen was es zu feiern gab. Die Partys im Zelt, den Gottesdienst, den Frühschoppen, den Gang von Altschermbeck ins Königreich am Mühlentich und und und. Die Frage, ob sie jetzt vielleicht nach Schermbeck ziehen möchten, wurde allerdings abschlägig beschieden „Die Arbeit“, so der kurze bedauernde Kommentar. Aber: Nächstes Jahr ist ja wieder Kilian, aber vielleicht trifft man sie ja auch zum Fähnchenschützenfest, denn zumindest Tim hatte ein Fähnchen von den Fähnchen an der mächtig angeschwollenen Brust.




 

 

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