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Künstlergruppe Nebelhorn freut sich über Erfolg in Berlin

17.12.2019 Weselerwald (geg). Grenzüberschreitungen sind Erfahrungen, die oft mit Worten nicht zu beschreiben sind.

„Grenzüberschreitungen“ so lautet der Arbeitstitel des 18monatigen Prozesses der Weselerwalder Künstlergruppe Nebelhorn, welcher sich grenzüberschreitend ist. Denn das inklusive, multimediale und künstlerische Projekt begann im August im Kunstzentrum Bethanien in Berlin- in einer Stadt die weiß was Grenzen sind und wird in weiteren NRW Städten eine Fortsetzung finden.
Finanziert wird das Projekt durch den Wohlfahrtsverband „Aktion Mensch“. Über eine weitere Besonderheit freut sich der künstlerische Leiter Raúl Avenalleda ganz besonders: Zum ersten Mal wird die Arbeit wissenschaftlich untersucht, um die Auswirkungen auf die Teilnehmer zu erforschen. Die Technische Universität Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften wird untersuchen, wie sich die Gruppe mit dem Thema auseinandersetzt und aufzeigen, welche Auswirkungen das auch auf die Gesellschaft hat. Das wird zum Beispiel durch Interviews geschehen und Studenten werden selbst an den angebotenen workshops im Atelier in Weselerwald teilnehmen.




Im Atelier der Gruppe Nebelhorn treffen sich seit dem Jahr 1995 behinderte und nichtbehinderte Menschen, um künstlerisch zu arbeiten. Seitdem die Gruppe besteht, ist das Thema Macht und (sexuelle) Gewalt ein immer wiederkehrendes Motiv der Arbeiten. 80 Menschen finden derzeit an verschiedenen Tagen den Weg ins Atelier auf Lühlerheim, um dort künstlerisch an ihren ganz unterschiedlichen Problemen zu arbeiten.
Von ihrem Aufenthalt in Berlin sind die „Nebelhörner“ noch ganz begeistert. Auch weil man gar nicht wusste, was einen erwartete und wie das Projekt angenommen würde.



Im Projektraum des Kunstquartiers Bethanien in Berlin-Kreuzberg hatten die Besucher die zur Freude der 18-köpfigen Gruppe sehr zahlreich kamen, auf 220 Quadratmetern Gelegenheit, anhand von Zeichnungen, Bildern, Collagen, Rauminstallationen, Texten, theatralischen Darstellungen, Tonaufnahmen, Fotografie und Film ihre persönlichen Erfahrungen und Meinungen zu der Problematik der Grenzüberschreitungen zu darzustellen. Viele machten mit- manche schauten auch einfach nur zu. Es entstanden ausdruckstarke Arbeiten aus unverwechselbaren Ideen und ganz persönlicher Erfahrungen mit der Überschreitung von Grenzen, die weiter entwickelt werden. „Via Skype können die Mitglieder des Projektes in Berlin und bei Nebelhorn sich zu ihren Arbeiten austauchen und diese auch gemeinsam weiter entwickeln“, berichtet Raúl Avenalleda. Die Internetverbindung dort in Weselerwald ist zwar, wenn überhaupt recht schwach, aber Avenalleda ist guter Hoffnung, das mit technischer Unterstützung hinzubekommen.


Wie geht’s jetzt weiter? Neben dem medialen Austausch zwischen Berlin und Schermbeck, soll die Aktion in mehreren Städten wiederholt werden. Zwar nicht so umfangreich wie in Berlin- aber an jeweils zentralen Plätzen des Ortes. Am Ende der Projektarbeit wird es wieder eine Ausstellung, an einem noch zu bestimmenden Ort, geben. Mit einem entsprechenden Rahmenprogramm soll dabei auf die Problematik der „Grenzüberschreitungen“ eingegangen werden.

 

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