
Auf dem evangelischen Friedhof wurde „Erinnerung gepflanzt”
29.10.2026 Schermbeck (pd/geg). Am 17. Oktober fand auf dem Evangelischen Friedhof die Baumaktion der evangelischen Kirchengemeinde: „Erinnerung pflanzen“ statt. Insgesamt sechs Bäume kamen an diesem Tag in die Erde – als bleibende Erinnerung an besondere Lebensereignisse oder liebe Menschen.
Pünktlich zum Beginn hörte es auch auf zu regnen, sodass die Pflanzenden trockenen Fußes ans Werk gehen konnten.
Nachdem alle Bäume ihren Platz gefunden hatten, ließen wir den Nachmittag in gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und selbstgebackenem Kuchen ausklingen.

"Wir freuen uns über die gelungene Aktion und hoffen, sie im nächsten Jahr wiederholen zu können", betonen Kerstin Stricker-Jungenkrüger, Jörg Malsch und Sabine Porsche
Auf dem Schermbecker evangelischen Friedhof entsteht ein Erinnerungsgarten. Die Initialzündung dazu kam von Kerstin Stricker-Jungenkrüger die zum einen bereits mit ihrem Ehemann zum Ehejubiläum auf dieser Wiese einen Baum gepflanzt hat und auch Presbyterin in der evangelischen Gemeinde ist und im Friedhofsausschuss mitarbeitet. Aus Gesprächen wisse sie, dass es immer wieder Interessenten gibt, die zum Ehejubiläum, runden Geburtstagen, zur Geburt eines Kindes oder ähnlichen Anlässen einen Baum Pflanzen möchten, aber keinen geeigneten Platz finden. Diesen Wunsch hat sie nun aufgriffen.

Auf der bisher brachliegenden Wiese sollen insgesamt 20 Bäume zum Beispiel Feldahorn, Hainbuche, Sommerlinde, Wildkirsche, Sumpfeiche und Amber gepflanzt werden. „Das passt ganz gut dort, denn diese Fläche ist keine Erwartungsfläche für Grabstätten,“ so Stricker-Jungenkrüger. Außerdem könnte aus dem angrenzenden Wäldchen in Zukunft ein Friedwald werden. „Das ist bisher aber nur angedacht, die Planungen sind dafür noch nicht fortgeschritten, es gibt noch Hürden zu überwinden“, erklärt Friedhofsverwalter Jörg Malsch. Festgestellt habe er, dass immer wieder Verstorbene aus dem Ort auf dem Waldfriedhof in Holsterhausen ihre letzte Ruhestätte unter einem Baum finden. „Der Bedarf ist also da“, heißt es. Falls der Friedwald tatsächlich dort verwirklicht werde, könne dieser dann bei Bedarf auf die angrenzende Fläche mit den neuen Bäumen ausgeweitet werden.
Zunächst aber wird der Erinnerungsgarten verwirklicht. Die Mischanpflanzung der Bäumchen ist so geplant, dass sie genügend Platz haben, um sich zu entwickeln. Außerdem wurde darauf geachtet, dass sich Insekten darüber freuen und die Bäume auch mit den Witterungsverhältnissen, spricht Hitze und Trockenheit- klarkommen.
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