
Beim Kartoffeln schälen in fröhlichen Erinnerungen schwelgen.......
25.1.2026 Gahlen-Besten (geg). In diesem Jahr feierte der Junggesellenverein Besten sein 122. Geburtstag. Ein Grund die Ausgeschiedenen in diesem Jahr wieder an der Jagd teilhaben zu lassen.
Um auch alle Ehemaligen zu erreichen hat der Vorstand mit Torben Scholten, Nils Kleinsteinberg, Tim Josten, Lukas Abelt und Florian Nuycken 246 Adressaten ausfindig gemacht. Lediglich 32 Adressaten sind per Post angeschrieben worden, alle anderen haben die jungen Männer besucht und die Einladung persönlich übergeben. Der Vorsitzende Torben Scholten erzählt von einer aufwendigen Aktion, die viel Zeit in Anspruch genommen habe, aber auch sehr spannend gewesen sei.

Zum Beispiel hatten sie herausgefunden, dass Wilfried Holdermann nach Voerde gezogen sei. „Wir haben das Telefonbuch nach dem Namen abgesucht und eine Anschrift in Götterswickerhamm gefunden“, erzählt er. Dorthin wären sie gefahren, gespannt darauf was sie erwartet. Holdermann habe die Tür geöffnet und auf Nachfrage seinen ehemaligen Wohnort Besten und die ehemalige Mitgliedschaft im Junggesellenverein bestätigt. Was die Vorstandsmitglieder berührt habe: „Wir sind sofort hereingebeten worden, der Besuch der im Wohnzimmer saß, wurde nach Hause geschickt und wir haben lange geredet.“ Die Einladung zum Wurstessen habe der Senior gern angenommen.
Zum Kartoffelschälen am Freitagabend waren ebenfalls die ehemaligen „Mädchen“ eingeladen. Diese kamen zahlreich. Dabei waren Großmütter mit ihren Töchtern und Enkeltöchtern, die gemeinsam viel Saß an der Aktion hatten. Die 86-jährige Gerda Abelt war die älteste unter den Damen. Sie erzählte, dass es das Kartoffel schälen zu ihrer Jugendzeit noch nicht gab. Das wäre erst später eingeführt worden.

Anke Isselhorst, Bettina Scholten und Edith Hülsemann erinnerten sich gut an ihre ersten Kartoffelschälaktionen die damals noch in der Gaststätte Fengels in Besten stattgefunden haben. „Die Männer haben kontrolliert, ob nach dem Schälen noch Augen an den Kartoffeln zu finden waren“, erzählt Edith Hülsemann lachend. Denn für jedes Auge, welches von den Männern gefunden wurde, mussten die Mädels einen Schnaps trinken. „Wenn wir dann alle Augen ausgestochen hatten, waren wir fertig und der Abend gelaufen“, lachen die drei unisono.
Am Freitagabend mit großer Freude anwesend war auch Marlies Horstmann, die, wie sie erzählte, gleich zweimal von Wurstjägern besucht werde, denn sie wohnt genau auf der Grenze von Besten und dem Bruch. Vor 15 Jahren habe sie die Tradition ihrer Oma „Zette“ Gerda Großblotekamp aufgenommen. Diese hat nämlich die Jungs in jedem Jahr mit einer kräftigen Suppe versorgt. „Je nachdem wieviel Männer kamen, wurde die Suppe damals allerdings immer dünner“, erzählt sie lachend. Über die Belebung der Tradition freuen sich die Junggesellen natürlich. „Der Vorstand kommt zum Dankeschönbesuch und wir verleben dabei immer einen sehr unterhaltsamen Abend“, erzählt Marlies Horstmann.
Am Samstagabend trafen sich die Bestener zum Wurstessen und am Sonntagnachmittag luden die Jungs die Mädchen zum Kaffeetrinken ein.
Impressionen finden Sie hier
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