Fußball: SV Schermbeck vor dem Saisonstart
7.8.2026 Schermbeck (abe). Neues Trainerteam und eine in weiten Teilen runderneuerte Mannschaft: Zum Start in die aktuelle Oberliga-Saison 2026/27 an diesem Sonntagnachmittag (15 Uhr) begleiten das Team des SV Schermbeck gleich eine Menge Ungewissheiten. Gegner am Waldsportplatz wird die zweite Mannschaft des Zweitliga-Absteigers SC Preußen Münstersein, und damit die aktuelle Saison eine bessere wird als die zurückliegende, in der die Rot-Weißen lange gegen den Abstieg zu kämpfen hatten, wollen die Rot-Weißen gleich mit einem Erfolgserlebnis eröffnen.
So jedenfalls wünscht es sich Coach Alexander Schlüter, der seit wenigen Wochen in der sportlichen Verantwortung steht und damit die Nachfolge von seinem Vorgänger Engin Yavuzaslan angetreten hat. „Wir sind bereit und wollen der Begegnung unbedingt unseren Stempel aufdrücken”, sagt der 36-jährige Coach, der in seinem ersten Punktspiel Co-Trainer Maik Habitz an seiner Seite weiß. „Zum Abschluss der Vorbereitung haben wir noch einmal ein paar Abläufe eintrainiert und fühlen uns bestens präpariert.

Das hat allerdings zuletzt auch sehr viel Arbeit gekostet. Gleich 19 neue Spieler mussten er und sein Co-Trainer Maik Habitz in den zurückliegenden Wochen integrieren, zahlreiche Abgänge damit kompensieren und aus diesem Kader vieler junger Spieler Stück für Stück eine Startelf herausschälen. Noch am Donnerstag verpflichtete der Klub mit Gian-Luca Rexhäuser einen weiteren Keeper vom TuS Ennepetal, hat aber nun offensichtlich den finalen Stamm beisammen.
Mut macht immerhin, dass der SVS die letzten fünf Vorbereitungsspiele sämtlichst ohne Niederlage überstand. Vor allem beim 1:1 im abschließenden Test in Ratingen überzeugte Mannschaft ihren Coach und schürte damit Hoffnungen auf einen erfolgreichen Saisonstart. „In diesem Match haben wir uns sehr viel Selbstvertrauen geholt”, so Schlüter, der wie Habitz vor noch gar nicht allzu langer Zeit noch selbst die Fußballschuhe für den SVS schnürte. „Wir haben einen guten Kader, glauben an uns und sind nun sehr gespannt, wie wir in der Liga ankommen werden.”
In Sachen Saisonziel bleibt Schlüter nicht zuletzt auch wegen der gravierenden Veränderungen im Team zurückhaltend. Der Klassenverbleib sollte es natürlich schon sein, gern auch ein wenig mehr. „Sollten wir früh sicher sein, haben wir entsprechend Zeit, die darauf folgende Saison zu planen”, sagt er. Ich denke, dann dürfte es auch nicht wieder einen solch enormen Umbruch geben. Wir wollen den Kern beisammen halten.”
Darüber hinaus nimmt Schlüter sich Anschauungsunterricht beim großen, und zuletzt auch mal wieder erfolgreichen Nachbarn, der soeben seine Rückkehr in die Bundesliga feiern durfte. „Vielleicht ist auch der Weg unseres großen Nachbarn Schalke 04 nicht verkehrt, nur von Spiel zu Spiel zu denken, sich keine großen Ziele zu setzen und dann schauen, was letztlich möglich ist.”
Fest steht jedenfalls, dass Schlüter hier in Schermbeck offensichtlich noch viel vor hat. Sein Vertrag ist zwar zunächst einmal auf zwei Jahre datiert, er hätte aber auch nichts dagegen, wenn die Dinge hier so erfolgreich verlaufen, dass der Verein ihn bittet, auch länger zu bleiben. „Maik und ich wollen hier langfristig etwas aufbauen”, sagt der Mann, der selbst in Gelsenkirchen beheimatet ist. „Hier im Verein ist vieles möglich, vielleicht eines Tages sogar die Regionalliga. Aber erst einmal wollen wir hier einen Top-Oberligaverein führen und dauerhaft in der Liga bleiben.”






