
Powertraining beim TuS Gahlen: Eine leise Erfolgsgeschichte
9.1.2026 Gahlen. Große Geschichten beginnen oft unspektakulär. Im Jahr 2017 war es ein Gespräch, das den Grundstein für das heutige Powertraining beim TuS Gahlen legte: Conny Eckhold nahm Kontakt zu Andreas Schilasky auf, mit der Idee, einen neuen Kurs im Verein zu starten. Kein großes Konzept, kein Marketing – einfach der Wunsch nach ehrlichem, gemeinsamem Training.
Neun Jahre später, 2026, läuft dieser Kurs immer noch. Und mehr noch: Er ist zu einer festen Größe im Vereinsleben geworden. Was in dieser Zeit entstanden ist, lässt sich nicht an Mitgliederzahlen oder Rekorden festmachen, sondern an Erfahrungen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich sportlich entwickelt, persönliche Grenzen verschoben und sind als Gruppe zusammengewachsen.
Der Powersportkurs des TuS Gahlen kommt bewusst leise daher. Kein Schickimicki, keine Hochglanzkulisse, kein anonymes Kommen und Gehen. Trainiert wird zwei- bis dreimal pro Woche, konsequent und mit einem Anspruch, der hoch ist – aber fair. Genau diese Mischung macht den Kurs so effektiv und nachhaltig.
Auch während der Corona-Zeit ist die Gruppe zusammengeblieben. Als Präsenztraining nicht möglich war, wurde kurzfristig auf Online-Training umgestellt. Gemeinsam wurde von zu Hause aus trainiert – regelmäßig, verbindlich und mit dem gleichen Zusammenhalt wie sonst in der Halle. Für viele war diese Zeit prägend und ein weiterer Beleg dafür, dass es hier um mehr geht als nur Sport.
Dass hier ernsthaft gearbeitet wird, zeigen auch die sportlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre: Mud Masters in Weeze, Radtouren über 100 Kilometer und der Megamarsch über 50 Kilometer gehören ebenso dazu wie intensive Trainingsphasen, in denen Kraft, Ausdauer und mentale Stärke gleichermaßen gefordert sind
Die nächste Herausforderung steht bereits fest: Am 30. Mai 2026 geht eine rund 20-köpfige Gruppe des TuS Gahlen beim Weeze Gym Race an den Start. Der Wettkampf kombiniert Laufstrecken mit funktionellen Kraftübungen und orientiert sich an der stark wachsenden Trendsportart HYROX. Auffällig dabei: Rund 80 Prozent der Starter sind Frauen, viele von ihnen nehmen erstmals an einem solchen Format teil.
Trainer Schilasky bringt eigene Wettkampferfahrung aus vergleichbaren Events mit und weiß, worauf es ankommt. Gleichzeitig bleibt das Niveau bewusst anspruchsvoll. Viele Interessierte haben im Laufe der Jahre ein Probetraining absolviert und schnell gemerkt, dass hier Einsatz gefragt ist. Für absolute Sportanfänger ist der Kurs nur bedingt geeignet. Wer jedoch ein paar Wochen durchhält, wächst hinein – und kann danach gut mithalten. Mit einem Augenzwinkern sagt Schilasky selbst, dass er sich oft ordentlich strecken muss, um mit seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mitzuhalten. Vor allem die Frauen geben dabei richtig Gas.
Trainiert wird nicht in modernen Fitnessstudios mit Spiegelwänden und Designgeräten. Die Sporthalle ist funktional und in die Jahre gekommen, der Trainingsraum beim SV Dorsten-Hardt erinnert eher an das legendäre „Rocky“-Training als an Hightech-Schickeria. Genau das passt zum Konzept: ehrlich, direkt und wirksam.
Was den Kurs darüber hinaus besonders macht, ist das gelebte Vereinsleben. Man kennt sich, man trainiert nicht anonym nebeneinander her, sondern miteinander. Man lacht, schwitzt und unterstützt sich – auch außerhalb der Trainingseinheiten. So fand die Weihnachtsfeier im vergangenen Jahr gemeinsam im Siciliana statt. Am 21. Mai geht es erneut gemeinsam nach Gelsenkirchen, diesmal zum Bowling – ganz ohne Gewichte und Stoppuhr, dafür mit viel Austausch und Zusammenhalt.
Trainingszeiten:
Mittwochs wird ab 19:00 Uhr in der Sporthalle Gahlen trainiert, freitags ab 18:30 Uhr beim SV Dorsten-Hardt. Die Einheiten dauern jeweils eine bis anderthalb Stunden. Zusätzliche Trainingstermine gibt Trainer Andreas Schilasky je nach Vorbereitungsphase bekannt.
Der Power Kurs zeigt eindrucksvoll, wie Vereinsleben funktionieren kann leise, beständig aber mit großer Wirkung. Wer Interesse hat kann sich beim Tus Gahlen, SV Dorsten Hardt oder direkt bei Andy Schilasky melden.





