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"Kilian ist ein wichtiger Teil des Schermbecker Heimatgefühls (...)"

14.7.2018 Königreich am Mühlenteich (geg). Fein rausgeputzt ist der Festplatz im Königreich am Mühlenteich. den Auftakt hat die Gilde mit dem Thron um König Carsten und Königin Jessica, sowie vielen Gästen gefeiert.


Mal was für Romantiker: Viele Laternen, die in den Bäumen hängen erleuchten am Abend ganz sanft den Weg von der Mittelstraße vorbei am Mühlenteich zum Festzelt. 
Auf der Seeterasse genießt man den schönen Ausblick und es gibt wieder eine schöne Kirmes.
Die Organisatoren um Ralf Daunheimer haben sich also mächtig ins Zeug gelegt, um das Kiliansfest aufzupolieren, was von den Gästen mit positiven Kommentaren honoriert wurde. .Der Höhepunkt war wohl das fulimante Feuerwehr am späteren Abend. 
Das Kiliansfest begann offiziell mit der traditionellen Kranzniederlegung durch den Präsidenten Rainer Gardemann und Bürgermeister Mike Rexforth.

 

Präsident Gardemann hat uns seine Rede zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

Sehr verehrte Gäste,
Liebe Schützen,
wir stehen hier vor dem steinernen Löwen, der zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges errichtet wurde. Dieser Krieg endete vor 100 Jahren. Die Namen unserer getöteten Mittbürger sind dort eingemeißelt. Fast jede, der damals in Schermbeck lebenden, Familien ist dort zu finden.
Der folgende Zweite Weltkrieg forderte noch erheblich mehr Opfer, auch in der Zivilgesellschaft. Danach haben sich die europäischen Nationen angenähert, um den Frieden und die Sicherheit zu garantieren. Von dieser Friedensdividende profitieren wir alle, wer sich hier umschaut kann das nur bestätigen.     
Nachdem jahrelang der Begriff „Heimat“ als rückständig und rückwärtsgewandt wahrgenommen wurde, erlebt dieser Begriff jetzt eine Renaissance. Meine Vorgänger und ich haben immer von Kilian als Heimat- und Bürgerfest gesprochen ohne uns rückständig gefühlt zuhaben. Wenn man es so will, wir waren der Zeit weit voraus.
Der Begriff Heimat ist jedoch sehr fortschrittlich. In einer Gegenwart mit Veränderungen, ich erwähne nur Begriffe wie Digitalisierung und Globalisierung, ist es doch gut, wenn wir eine Heimat haben, wo wir verwurzelt und geerdet sind.       
Nur wer weiß wo er herkommt kann auch den weiteren Weg sicher vorangehen. Das bildet ein festes Fundament für jede weitere persönliche Entwicklung.
Und noch etwas: Heimat ist für jeden unterschiedlich besetzt. Da sind die Menschen, Vereine, Gebäude, die Erinnerungen und die Umgebung. Heimat ist bunt und vielschichtig.
Kilian ist ein wichtiger Teil des Schermbecker Heimatgefühls, in den Briefen der Frontsoldaten wurde Kilian immer wieder angesprochen. Kilian war und ist die sichere Heimat und findet nur im Frieden statt.
1948 reichte es nur zu einem halben Zelt für beide Gilden und die Versorgung war bescheiden. Trotzdem wurde Kilian gefeiert – als Zeichen des Friedens.
Viele die hier am Ehrenmal stehen sind weit herumgekommen, haben Ausbildung und Studium in anderen Städten oder Ländern absolviert. Sie kommen zurück, um mit Verwandten, Freunden und Bekannten Kilian zu feiern. 
Dazu kommen die Mitbürger, die in Schermbeck eine neue Heimat gefunden haben und sich als echte Schermbecker und Kilianer fühlen.
Heimat ist ein modernes, nach vorne gerichtetes Gefühl, dass niemanden ausgrenzt, sondern offen für Neues ist.

Im Gedenken an die Gefallenen und Toten der Kriege lege ich im Namen der Kilian-Schützengilde Schermbeck diesen Kranz nieder.

Die Fotos:
https://schermbeck-grenzenlos.de/index.php/fotos/kilianauftakt-schermbeck-2018-fotos-gaby-eggert

 

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