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Es geht los! Am Parkplatz Törkentreck in Gahlen entsteht eine Waldbühne

26.10.2026 Gahlen (geg). Der offizielle erste Spatenstich erfolgte am Montag durch den Vorstand des Heimatvereins, Jürgen Höchst und Alexander Endemann, Markus Vornbrock, Gesdchäftsführer von Garten- und Landschaftsbau E. Vornbrock GmbH sowie Gerd Abel, dem allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters.
„Was lange währt, wird endlich gut.“ Dieses viel zitierte Sprichwort findet auch hier Anwendung, denn der Heimatverein Gahlen plant das Projekt bereits seit mehreren Jahren. Fertig werden soll es im März 2027, auf jeden Fall vor dem Schützenfest, verspricht Markus Vornbrock

Seit Jahrzehnten ist der Schützenfestplatz auf dem Parkplatz Törkentreck ein beliebter Treffpunkt für das gesellschaftliche Leben im Lippedorf. Die Idee für das Projekt entstand eher aus der „Not“ heraus. Für das Schützenfestzelt musste nämlich ein Flucht- und Rettungsweg her. Bei den Bauüberlegungen wurde der „Faden“ weitergesponnen, denn für die Sicherheitsvorkehrungen muss auch die Böschung befestigt werden. Warum also nicht die Böschung mit Sitzmöglichkeiten befestigen und davor eine Waldbühne errichten?
Es ist mittlerweile sieben Jahre her, dass Gespräche mit der Bezirksregierung über Fördermöglichkeiten geführt und erste Planungen erstellt wurden. Dann kam die Corona-Pandemie und das Vorhaben ruhte zunächst.

Spatenstich

Im Jahr 2022 wurde das Projekt wieder aufgenommen und der erste Förderantrag gestellt, der eine Fördersumme von bis zu 250.000 Euro versprach. Das entsprach 65 Prozent der Gesamtkosten von 385.000 Euro. Der Eigenanteil von 135.000 Euro konnte damals jedoch nicht aufgebracht werden, sodass der Antrag wieder ad acta gelegt wurde. Ein Jahr darauf wurden die Heimatfreunde jedoch von einem unerwarteten Geldsegen getroffen. Der Verein erhielt eine zweckgebundene Spende von 100.000 Euro. Also wurde erneut ein Förderantrag gestellt. „Zu dem Zeitpunkt hatten sich die Kriterien jedoch verschärft“, berichtete Jürgen Höchst, der Vorsitzende des Heimatvereins. Diesmal musste eine Baugenehmigung vorliegen, für die wiederum ein Bebauungsplan erforderlich war. Außerdem musste die Gemeinde das Grundstück kaufen. Zudem lag ein neuer Fokus auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit und es musste ein Schallschutzgutachten erstellt werden.
Ende letzten Jahres waren endlich alle Bedingungen erfüllt, sodass der Antrag erneut abgeschickt werden konnte. Im Februar kam schließlich die Zusage von Mitteln aus dem Programm „Struktur und Dorfentwicklung 2026“ des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW.
Was dem Verein nun noch fehlt, ist der Eigenanteil von 35.000 Euro. Doch der Verein zeigt sich zuversichtlich: „Das bekommen wir irgendwie zusammen“, ist Jürgen Höchst überzeugt.

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Mittlerweile sind die Bagger vor Ort im Einsatz. Derzeit werden im Weg stehende Sträucher und Bäume gerodet. Im Sinne des Klima- und Naturschutzes soll die Fläche nicht versiegelt werden. Stattdessen wird hier mit Schotterrasen gearbeitet. Die rechtssichere Flucht- und Rettungswegsituation wird über zwei Fluchttreppen im Westen und Osten gewährleistet. Außerdem werden Wasser- und Stromleitungen vom Schützenhaus zur Bühne verlegt. Quer über den Parkplatz erfolgt die Anbindung an eine Abwasserleitung. Bei jeder Veranstaltung werden bisher die Versorgungsleitungen für Strom, Frischwasser und
Abwasser provisorisch und dennoch aufwendig als „fliegende Leitungen“ verlegt.

Das Atrium selbst soll folgendermaßen aussehen: Auf drei übereinander liegende Stufen können 210 Personen Platz finden. Bei Bedarf können durch die Öffnung der Bühne zum Festplatz zusätzlich ca. 85 Zuschauerplätze durch optionale Bestuhlung geschaffen werden. Grundsätzlich ist der Bereich dahinter  offen und somit auch beliebig erweiterbar, aber planerisch finden auf der befestigten Fläche mit dem wasserdurchlässigen Pflasterstein ca. 85 Personen nebst Bestuhlung Platz. Der neue Festplatz wird barrierefrei. 

In Zukunft sollen hier nicht nur Volksfeste, sondern auch anderweitige kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Die zunächst geplante Nutzung sieht vor, dass :
- 10 Veranstaltungen abends bis maximal 23 Uhr - 10 Veranstaltungen über Tag bis maximal 18 Uhr und 10 Veranstaltungen über Tag bis maximal 21 Uhr dort durchgeführt werden können. Es wird jemanden geben, die/der die Organisation in die Hand nimmt und ein Auge auf den Platz hat. Die jeweiligen Veranstalter müssen- so der Plan- das Gelände gereinigt verlassen. 

„Einige Anfragen sind bereits da“ so Höchst. So hatten zum Beispiel die Gahlener Jagdhornbläser, die Schermbecker Landhelden und auch der artpark Hoher Berg sich nach Nutzungsmöglichkeiten erkundigt.
Im Zuge der Neugestaltung ist geplant den Festplatz zwischen Atrium und Parkplatz Törkentreck in Gedenken an Julius Schult zum „Julius-Schult-Festplatz“ zu benennen. Julius Schult ist in Gahlen geboren und u.a. Mitbegründer der Jugendherbergsstätten.

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