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Die Haus Kilianer luden zum Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung

7.5.2024 Schermbeck (geg). Die Haus Kilianer führten am Samstag zum Europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung in einem fröhlichen Miteinander einen Marsch für Inklusion durch. Das Motto des Tages lautete: „Inklusion ist kein Privileg- Schermbeck ist auf dem Weg“.
Mit eigens gestalteten Transparenten machten die Haus Kilianer auf die Rechte von Menschen mit Behinderung aufmerksam.
Dabei berichtete Nicole Schulte-Kellinghaus, Gruppenleiterin und Vertretung der Hausleitung, davon, wie eingebunden die geistig behinderten Menschen aus dem Wohnheim in Schermbeck sind. Auf die Frage, wo es im Ort Verbesserungsmöglichkeiten der Inklusion geben könne, antwortete sie spontan: “An der Barrierefreiheit.“ Diese wäre an unterschiedlichen Orten nicht gegeben. Aber sonst: „Wir haben hier keine Probleme, unsere Bewohner gehören zum Ort- sind integriert.“ Das Zusammenleben sei wunderbar, ihr falle nichts ein weiter ein, was zu verbessern sei. Sichtlich beruhigend für die Betreuungskräfte im Haus wäre, dass einige Bewohner durchaus allein in den Ort zum Einkauf gehen können. Und wenn doch mal Hilfe benötigt würde, erhalten die Mitarbeiter einen Anruf von Passanten. Die Schermbecker kommen wenn im Haus Feste gefeiert würden, umgekehrt wären die Bewohner von Haus Kilian aus überall gern gesehene Gäste.

Vielerorts ist man davon leider noch weit entfernt, doch Gabriele Schwarz vom „Elternkreis behinderter und nicht behinderter Kinder“ betonte ebenfalls, dass man in Schermbeck nicht nur „auf dem Weg“, sondern auf einem guten Weg sei.
Die Veranstaltung begann am Haus Kilian, wo Bewohner und deren Familienangehörige zusammenkamen. Auch Vertreter lokaler Vereine waren eingeladen, um den Tag gemeinsam zu begehen. Dann setzte sich die Gruppe zum Rathausplatz in Bewegung. Auch hier war zu spüren, dass Gemeinschaft in Schermbeck nicht nur eine Floskel ist, sondern gelebt wird. So empfand es auch Bürgermeister Mike Rexforth, der sich freute: „Heute ist der Tag der Inklusion, und es ist mir wichtig, dass wir alle Menschen hier einbinden.“
Gemeinsam zog der fröhliche Tross nach der Stippvisite am Rathaus zurück zum Parkplatz bei „O“. Hier kamen Betroffene aus Schermbeck und Gäste zu Wort die ihre Erfahrungen schilderten und die Bedeutung von Barrierefreiheit und Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen betonten.


Brigitte Förster, Leiterin von Haus Kilian, wies in ihrer kurzen Ansprache darauf hin, dass es noch einiges zu tun gibt. Sicherlich mehr, als sich an einem Tag bewältigen lässt. Dennoch sind Tage wie dieser wichtig, um überhaupt den Blick für das Thema zu schärfen. Gerade auch bei Menschen, die nicht direkt oder indirekt betroffen sind.
Eine wichtige Rolle in Schermbeck hat der „Elternkreis behinderter und nicht behinderter Kinder“. Diese Selbsthilfegruppe, die seit 1986 ein eingetragener Verein ist, setzt sich für das gemeinsame Miteinander und den Austausch ein. Gerade hierzu bot der Aktionstag eine ausgezeichnete Plattform, um neue Kontakte zu knüpfen und bestehende zu stärken. Die Vision einer barrierefreien Gesellschaft, in der Inklusion gelebte Realität ist, rückte am 4. Mai ein Stück näher.

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