
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger räumen zurückgelassenen Unrat der Mitmenschen weg
17.3.2025 Schermbeck (geg). Pünktlich zum alljährlichen Frühjahrsputz zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. 277 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstagvormittag in und an den Straßengräben, am Waldrain und im Dorf unterwegs, um den achtlos weggeworfenen Müll ihrer Mitmenschen einzusammeln.
Insgesamt 19 Vereine und Institutionen, aber auch Privatpersonen hatten sich im Laufe der Woche oder am Samstagmorgen im Bauhof mit Greifzangen, Handschuhen und Müllsäcken für die Aktion ausgerüstet. Die Grundschulen beteiligten sich in diesem Jahr nicht.
Die Aktion wird seit über 30 Jahren durchgeführt und erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Zum Vergleich: 2017 nahmen 150 Personen teil, in diesem Jahr haben sich 277 Aktive angemeldet. Meist kommen noch spontan Vereinsmitglieder dazu, so auch in diesem Jahr. „In den letzten Jahren war die Zahl immer auf diesem Niveau“, sagt Heike Sczepaniak, die die Organisation übernommen hat.

Schön gedeckt war die lange Tafel im Bauhofgebäude, an der sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für mehr Sauberkeit im Ort einsetzen, mittags mit einer Erbsensuppe stärken konnten. Die Suppe wird abwechselnd von der NISPA und der Volksbank gesponsert.
Die Schermbecker Kilianer waren mit ihrer Aktion in diesem Jahr früh dran. Kronkorken, massenweise Zigarettenkippen neben den Mülleimern, Ladekabel und Schnapsflaschen gehörten zum üblichen Dreck, der im Königreich am Mühlenteich zu finden war", berichtet Klaus-Otto Besten. Und er berichtet, dass Uli Stiemer, der für die CDU Müll sammelte, einen Toilettendeckel fand. Beim Rundgang durch die Ortsteile waren die aktiven Müllsammler zum Teil deutlich an ihren neongelben Warnwesten zu erkennen. Mitglieder des Umweltschutzevreines Gahlen säuberten das Gahlener Venn und fanden „wie jedes Jahr“, so Stefan Steinkühler, auch entsorgte Autoreifen im Unterholz. Er lacht, als er erzählt, dass in den vergangenen Jahren dort regelmäßig ausrangierte Waschbecken herumlagen. Nicht so in diesem Jahr. Maike Beckmann vom Heimatverein Weselerwald und Umgebung berichtete von Autoreifen, einem Teppich und dem üblichen Unrat, der in der Weselerwalder Natur gefunden wurde. Die Gahlener und auch die Weselerwalder Putzkolonnen fuhren den gesammelten Unrat mit Treckern zum Bauhof. Im Ortskern konnte er in Säcken abgestellt werden, begibt sich der Bauhof am Montag auf Einsammeltour.

Der Heimatverein Gahlen hatte 20 Personen angemeldet. Die Volksbank Schermbeck war mit fünf Personen im Einsatz, der Bürgerschützenverein Gahlen mit 12 Personen, Zwei Asylbewerber waren dabei, der Gahlener Umweltschutzverein sammelte mit 16 Personen, die Familienzentrum St. Ludgerus mit 20 Personen, der Kindergarten Hand in Hand mit 64 Personen, die Trachtenschützengilde Uefte-Overbeck mit neu Personen, die Kita Kempkesstege mit 12 Personen, der Schützenverein Weselerwald mit 15 Personen , die Dammer Landfrauen mit sechs Personen, die Sportschützen Schermbeck mit fünf Personen, die CDU mit 10 Personen, die SPD mit drei Personen, die Kiliangilde Schermbeck mit 10 Personen, die Kiliangilde Altschermbeck mit 20 Personen, die Feldbahnfreunde mit drei Personen, der Heimatverein Weselerwald mit 10 Personen. Hinzukamen mindestens 14 Privatpersonen die unterwegs waren, um in Schermbeck aufzuräumen.





