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Vorstand mit Kassenprüfer

v.li. Der Kassierer Kai Kürschgen, der stellvertretende Vorsitzende Christan Albri, der Vorsitzende Christian Ewald (v.l.) und die Schriftführerin Jacqueline Wardenski (2.v.r.) gehören zum Vorstand.   Michaela Hindricksen (r.) ist neue Kassenprüfen. Zu den ersten Gratulanten gehörte der scheidende Vorsitzende Ernst-Hermann Göbel.

Ernst-Hermann Göbel gibt Vorsitz des Turmvereins an Christian Ewald weiter

4.4.2026 Damm (pd). Schermbeck Der Wechsel in der Leitung des „Turmverein Damm“ stand im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung, die jüngst im Dammer Gasthof Pannebäcker stattfand. Mit tosendem Applaus dankten 20 Mitglieder dem scheidenden Vorsitzenden Ernst-Hermann Göbel, der bereits im vergangenen Jahr ankündigte, nach 17 Jahren nicht mehr für den Vorsitz zu kandidieren.
Nach dem Bericht des Kassenwarts Kai Kürschgen und der Entlastung des Vorstands leitete Michael Pankratz die Wahlen. Der 51-jährige Elektroniker Christian Ewald, der auch Lehrer für Elektrotechnik an einer Bottroper Schule ist, wurde zum ersten Vorsitzenden des Turmvereins gewählt. Zum neuen Vorstand gehören der stellvertretende Vorsitzender Christian Albri, der Kassierer Kai Kürschgen und die Schriftführerin Jacqueline Grahl. Kassenprüferin wurde Michaela Hindricksen. „Ich würde weiter aktiv helfen, wenn der Vorstand Hilfe braucht“, versprach Ernst-Hermann Göbel. Dem neuen Team bescheinigte er, „dass sie den Verein mit neuen Ideen und Innovationen bereichern werden.“

Im Verlauf der Sitzung überreichte der neue Vorsitzende Christian Ewald seinem Vorgänger eine Ehrenurkunde zum Ehrenvorsitzenden. „Diese Auszeichnung erfolgt in Anerkennung und Würdigung seiner langjährigen außergewöhnlichen Verdienste um den Verein“, ist darauf zu lesen. Barbara Göbel erhielt einen Blumenstrauß als Dank für die Unterstützung ihres Mannes. Es wurde auch noch ein Turmpuzzle mit 1000 Teilen überreicht.

Schon vor den Wahlen hielt Ernst-Hermann Göbel Rückschau auf seine Arbeit für den Verein: „Wir sind jetzt im 17. Jahr des Turmvereins, und als wir damals die verrückte Idee hatten, den Turm zu kaufen, haben wir erstmals gemeinsam überlegt, was machen wir damit. Dass es dann ein Museum geworden ist, war nicht die schlechteste Idee, denn der Erfolg gibt uns Recht." hieß es. Und: „Wir sind in allen lokalen Fremdenführern vertreten, aber auch in manchen anderen Regionen kennt man uns“, freut sich Göbel, der auf Berichte über das Strommuseum in Publikationen der NRW-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, des Kulturraums Niederrhein e.V., des Naturparks Hohe Mark und in der Broschüre „Willkommen in Schermbeck“ verwies. Auf den Internetseiten des Marketingvereins „Wir sind Schermbeck“ und des Weseler Stadtmarketings findet man ebenfalls Hinweise auf das Turmmuseum.  

Im Jahre 2005 begann das RWE mit dem landesweiten Abbau von Trafostationen, weil die Leitungen im Erdreich verlegt werden sollten. Der damals 58-jährige Ernst-Hermann Göbel, der seit 1986 in Damm wohnt, konnte Mitstreiter für sein projekt, den Kauf des Turmes gewinnen: Rüdiger Terstegen, Jörg Terstegen und Stefan Hemmert, sowie Jörg Gruetzmann, André Burre, Jörn Berger, Andreas Kamps, Willi Hessing, Dirk Kühnert .

In der Gründungssitzung am 2. April 2009 wurde Göbel für zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt, Dirk Kühnert zum stellvertretenden Vorsitzenden, Michael Pankratz zum Schriftführer und Stefan Hemmert zum Kassenwart gewählt.

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Zu den ersten Aufgaben des neuen Vereins gehörte am 19. November 2009 die Unterzeichnung des notariellen Vertrages zum Kauf des ehemaligen Trafohauses. Die Schlüsselübergabe für den Turm, den der Verein zum symbolischen Preis von einem Euro erhielt, erfolgte am 8. Dezember 2009.

Bereits in den ersten Jahren gelang es dank der Unterstützung zahlreicher Leihgeber, eine große Sammlung von Zeugnissen der Elektrifizierung zusammenzutragen. So entstand das kleinste Strommuseum der Welt. Neben der Betreuung des Turmes hat der Verein, dem inzwischen 440 Mitglieder angehören, ein reges Vereinsleben entwickelt, das zur Förderung des Zusammenhaltes der dörflichen Gemeinschaft beiträgt. In Vor-Corona-Zeiten standen Sommerfeste und das schon traditionelle Turmglühen zur Winterzeit ebenso auf dem Programm wie das Rudelgucken bei großen Fußballspielen, die Teilnahme am Dammer Karnevalszug, am gemeindlichen Umwelttag und an der Pflanzaktion von Blumen, die im Frühjahr blühen. Eine Zeitlang setzte sich der Verein durch den Verkauf von geeigneten Samenmischungen stark für die Schaffung von Blühwiesen ein.

Das Museum im kleinsten Strom-Museum der Welt kann weiterhin an jedem ersten Sonntag zwischen Mai und Oktober zwischen 11:30 Uhr und 16:00 Uhr besichtigt werden, außerdem am Internationalen Museumstag (10:00 Uhr bis 17:00 Uhr), Am Raderlebnistag am 5. Juli und am LEADER-Musemstag am 4. Oktober. An diesen Tagen können die Besucher eine interessante Reise durch die Geschichte des Stroms unternehmen. Auch Schulklassen und Kindergärten sind herzlich willkommen. Es können auch individuelle Termine ausgemacht werden.  
Das vom Dammer Turmverein im Jahre 2019 beim Herner Künstler Michael Hahmann in Auftrag gegebene Wimmelbild „The Schermbecker“ findet nach wie vor eine große Resonanz. Es kann zum Preis von zehn Euro erworben werden.  Der Turmverein beteiligt sich am Tag der Vereine, den die Volksbank Schermbeck am 19. September auf dem Sportgelände des TuS Gahlen veranstaltet. Im September wird der Turmverein ein Sommerfest auf dem Gelände des Dammer Jugendhauses feiern.

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