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Bildungsministerin Dorothee Feller zu Gast beim Neujahrsempfang der CDU 

11.2.2026 Schermbeck (geg). Der Neujahrsempfang der CDU glänzt in jedem Jahr mit einem vollen Begegnungszentrum. Denn: „Die Möglichkeit einen prominenten Politiker sprechen zu hören, nutze ich gern“, hieß es aus dem Publikum. Einen Tag vor dem ersten Spatenstich der neuen Grundschule zog sich das Thema Bildungspolitik dann auch wie ein roter Faden durch den Abend.
Gemeindeverbandsvorsitzender Uli Stiemer begrüßte die Gäste und erzählte, dass zu seiner Schulzeit noch raue Sitten herrschten. Heute sei die Prügelstrafe abgeschafft und der Schulalltag liberaler geworden. „Es herrscht ein eher schmerzfreies System“, sagte er. Und: „Wir freuen uns, dass wir den Schulneubau durch den Rat gebracht haben.“
In diesem Jahr war es Dorothee Feller, die Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen die einen Einblick in die Bildungspolitik gab. In Schermbeck hatte sie dabei fast ein Heimspiel, denn sie stammt aus Dorsten und ihre Großmutter sogar aus Schermbeck, das verriet sie zur Begrüßung.

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Charotte Quik, MdL bescheinigte den Schermbeckern eine tolle Schullandschaft mit einer Gesamtschule zu haben, die durchaus Strahlkraft besitze. „Schulpolitik ist kein leichtes Thema, das kann durchaus ein Schleudersitz sein“, sagt sie in ihrer Begrüßung. Und sie freue sich, dass Sparzwänge im Landeshaushalt das Schulministerium nicht betreffen und der Schwerpunkt auf die Bildungspolitik gelegt werden könne
Ein Neujahrsempfang sei immer eine gute Gelegenheit in sich zu kehren- für manche Menschen allerdings ein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, so die Ministerin. Feller betonte: „Ich möchte sie auffordern das nicht zu tun, wir sollten wertschätzen, dass wir in unserem Land in Freiheit leben können.“ Und: „Ich begrüße es außerordentlich, dass hier in Schermbeck eine neue Grundschule gebaut und damit in die nächsten Generationen investiert wird.“

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In ihrer Ansprache thematisierte Ministerin Feller die Bildungspolitik in NRW, die Vereinbarkeit von Schule und Elternarbeit sowie die Unterstützung der Lehrkräfte, die durchaus auch durch KI erfolgen könne. Was sie aber betonte: „KI kann nur ergänzend eingesetzt werden und keine Lehrkräfte ersetzen.“ Grundsätzlich bräuchte es neue Konzepte und neue Fachkräfte, durchaus auch als Quereinsteiger an den Schulen. Denn eine jüngste Qualitätsstudie an den NRW-Grundschulen habe zum dritten Mal in Folge erhebliche Defizite beim Lesen, Schreiben, Rechnen und auch bei sozialen Kompetenzen aufgezeigt. 33 Prozent der Erstklässler wären eigentlich nicht schulfähig. Die Einführung der ABC Klassen sollen helfen dem entgegenzuwirken. Mit diesem Konzept werden Kinder, die bei der Einschulungsuntersuchung, die ins Frühjahr verlegt wird, Defizite aufzeigen, vor der eigentlichen Einschulung gefördert werden.

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Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Arbeit sei die Digitalisierung der Schulen mit dem Digitalpakt 2.0. Hiermit sollen die Voraussetzungen für den IT-Support und eine technische Ausstattung der Schulen forciert werden. Wichtig sei ihr auch die Wertschätzung der beruflichen Bildung. Es gebe in Deutschland 320 unterschiedliche Berufe. Hier bestehe die Herausforderung die Informationen dazu besser zu verteilen.
Den Schülern demokratische Fähigkeiten mit auf ihren Lebensweg zu geben, auch das sei eine Herausforderung und eine Aufgabe der Zukunft. Und: „Wir müssen lernen den jungen Menschen zuzuhören, sie sind unsere Zukunft, dafür lohnt es sich jeden Tag für diese in die Bresche zu springen“, so ihr Schlusswort.

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Bürgermeister Mike Rexforth nutzte den Neujahrsempfang als Gelegenheit in die Zukunft zu blicken. Auf Flüchtlingszuströme sei man gut vorbereitet, der Fachkräftemangel sei auch im Rathaus angekommen und weitere strukturelle Aufgaben warteten darauf gelöst zu werden. Baubeginn der neuen Grundschule ist am 18.Feburar – das nächste große Projekt die Mittelstraße. „Bis zum Sommer möchte ich eine Entscheidung von den Politikern, dabei geht es nicht nur um die Verkehrsführung, sondern um die Klärung welche Aufgabe die Straße haben soll.“ Dass Schermbeck demnächst Luftkurort werden könnte, biete auch Chancen für die Mi. Der Gemeindehaushalt werde es wahrscheinlich nötig machen auch über Steuererhöhungen zu diskutieren. Eine neue Aufgabe sei es, Einnahmequellen im Ort zu schaffen. Aus diesem Grund habe sich die Verwaltung am Strom- und Gasnetz beteiligt und auch in Windkraft werde in Zukunft investiert. „Damit stabilisieren wir den Haushalt nachhaltig und das ermöglicht uns einen Teil einer finanziellen Unabhängigkeit.“