Vorstand des Schalkefanclub ging für die Schermbecker Tafel einkaufen
10.2.2026 Schermbeck (geg). Die Schermbecker Tafel freute sich in der vergangenen Woche über eine Lebensmittelspende im Wert von 419,17 Euro. Diese kam vom Schalkefanclub „Königsblaue Schermbecker“. Eigentlich übergibt der Vorstand jährlich immer einen entsprechenden Scheck an eine soziale Institution. Da das aber buchhaltungsstechnisch bei der „Tafel“ etwas schwierig ist, gingen Geschäftsführer Picco Anders und Carsten Janz einkaufen.
Die Quartiersmanagerin der Caritas, Pia Schuyesmans freute sich gemeinsam mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Anna- Maria Prost und Maria Golub über die Menge an haltbaren Grundnahrungsmitteln die dort zusammengekommen ist. Denn 250 Menschen haben einen sogenannten Berechtigungsschein. „Im Durchschnitt kommen montags 90 Personen, die sich mit Lebensmitteln versorgen, da deren Einkommen für den Lebensunterhalt kaum reicht“, erzählt Schuyesmans. Spenden sind deswegen immer sehr willkommen. Die Firma Rewe Beeker hat dafür Kisten an der Kasse aufgestellt, in denen Menschen Lebensmittelspenden hineingegeben werden können. Der Discounter Norma hilft und auch Bauer Graaf. Der kommt jeden Montag mit Obst und Gemüse und stellt frische Ware für die Ausgabe zur Verfügung, berichtet die Quartiersmanagerin.
Nebenbei zeigten sich die beiden Vertreter des Fanclubs sehr beeindruckt von den Räumlichkeiten. Auch einen Blick in die Kleiderkammer, in der die Kleidungsstücke hübsch ordentlich in drei Räumen präsentiert werden, durften sie werfen. „Wir wussten überhaupt nicht, dass es hier so etwas gibt“, mussten sie gestehen. Und sie vermuten dass sie damit nicht allein sind, denn als in der Mitgliedsverssammlung über die Tafel gesprochen wurde, zeigten sich einige Fans überrascht von der Existenz
.Aber was ist das Zeckengeld:
Es gibt ein Wort, das für den Schalke-Fanclub „Königsblaue Schermbecker“ tabu ist: Dortmund! Und sollten doch Mitglieder bei offiziellen Veranstaltungen und Fahrten zu den Heimspielen den Verein, dessen Namen nicht genannt werden darf, in den Mund legen, so fällt eine kleine Geldstrafe an. Bei jedem „Dortmund“ muss das Zeckenschwein befüllt werden. Und dabei zeigen sich die Fanclubmitglieder mittlerweile äußerst spendabel. So kommt nach jeder Saison ein beachtlicher Betrag zusammen, den der Schalkefanclub an einen örtlichen Verein oder eine Gruppierung spendet, der sozial unterwegs ist. Wohin das Geld geht, entscheiden die „Königsblauen Schermbecker“ immer gemeinsam auf ihrer Jahreshauptversammlung. „Der Betrag, der gespendet wird, tut niemandem weh. Da trinkt man einfach ein Bier weniger“, weiß Peter „Picco“ Anders, Geschäftsführer der Königsblauen Schermbecker. Seit der Gründung des Fanclubs mit über 400 Mitgliedern, gibt es das Zeckenschwein, das jedes Jahr gut gefüttert wird. Manche Mitglieder spenden gerne freiwillig einen gewissen Betrag, andere zahlen für ein „Zeckenabo“, um den verbotenen Verein weiter beim Namen nennen zu können. Um die 400 Euro kommen so immer zusammen.
