Finanzielle Unterstützung für Bekämpfung der Asiatischen Hornisse beschlossen: 20.000 Euro für Imkerschaft vorgesehen
8.1.2026 Kreis Wesel. (pd). In der Sitzung des Kreistags am 18.12.2025 haben die Kreistagsfraktionen von Bündnis 90/Die Grünen, CDU und SPD gemeinsam beschlossen, die Kreisimkerschaft bei der Bekämpfung der Asiatischen Hornisse finanziell zu unterstützen. Aus noch nicht ausgeschöpften Haushaltsmitteln für das Jahr 2025 sollen 20.000 Euro bereitgestellt werden, um den Imkerverband Rheinland e.V., Kreisverband Wesel, bei der Beschaffung spezialisierter Ausrüstung und Schutzanzüge zu unterstützen.
Wie aus dem Sachstandsbericht der Kreisverwaltung im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klima (APUK) am 25.11.2025 hervorgeht, hat sich die invasive Art in den vergangenen Jahren im Kreis Wesel exponentiell ausgebreitet. Obwohl die Asiatische Hornisse mittlerweile als „etablierte Art“ eingestuft wurde und damit keine unmittelbare gesetzliche Bekämpfungspflicht mehr besteht, sehen wir einen dringenden Handlungsbedarf. Petra Schmidt-Niersmann, umweltpolitische Sprecherin, betont: „Die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse gefährdet nicht nur Honigbienen, sondern hat gravierende Folgen für die gesamte Biodiversität im Kreis. Wir können nicht länger auf bundes- oder landesweite Lösungen warten, während die Populationen weiterwachsen. Die Kreisimkerschaft hat signalisiert, dass sie sachkundige Teams für die Nestentfernung organisieren kann, doch ohne finanzielle Unterstützung scheitert dies an der notwendigen Ausrüstung. Hier müssen wir jetzt handeln.“
Laut Verwaltung sind die örtlichen Imkervereine bereit, die aufwändige und risikoreiche Arbeit der Nestbeseitigung zu übernehmen. Allerdings stellen die Kosten für Spezialausrüstung, etwa für die Entfernung von Nestern in großer Höhe, die ehrenamtlich organisierten Vereine vor erhebliche finanzielle Herausforderungen.
Der Beschluss sieht vor, dass die Kreisverwaltung eng mit der Imkerschaft zusammenarbeitet, eine lokal angepasste Bekämpfungsstrategie entwickelt und die Mittel zeitnah bereitstellt. Ziel ist es, die weitere Ausbreitung der Art einzudämmen und negative Folgen für das Ökosystem zu minimieren.