
Haushaltsentwurf 2026 eingebracht – Kreistag stellt Jahresabschluss 2024 fest und erteilt Landrat Entlastung
19.12.2025 Kreis Wesel (pd). Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung des Jahres am Donnerstag, 18. Dezember 2025, den Jahresabschluss 2024 festgestellt und Landrat Ingo Brohl entlastet. Die Jahresrechnung schließt mit einem Fehlbetrag in Höhe von rund 5,3 Millionen Euro ab, der durch eine Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage gedeckt wird. Dieses Jahresergebnis stellt eine Verbesserung um 11,5 Millionen Euro gegenüber der ursprünglichen Planung dar, die bei minus 16,8 Millionen Euro lag.
Kreiskämmerer Karl Borkes hat außerdem den Haushaltsentwurf für das Jahr 2026 eingebracht. Das Volumen beträgt rund 919,9 Millionen Euro. Für die Kreisumlage ist ein Hebesatz von 36,4 Prozent vorgesehen. Um den Haushaltsausgleich zu erreichen, wird eine Entnahme aus der Ausgleichsrücklage von rund 35 Millionen Euro sowie ein globaler Minderaufwand von rund zwei Millionen Euro eingeplant.
Landrat Ingo Brohl: „Wir sind, trotz aller Herausforderungen und Gleichzeitigkeiten, eine leistungsfähige Verwaltung. Fakt ist aber auch: Diese Leistungsfähigkeit gilt es im Dreiklang aus Konsolidieren, Fokussieren und Modernisieren durch kluge und rechtzeitige Weichenstellungen zu sichern. Der Haushalt 2026 ist deshalb ein Haushalt, der uns Zeit verschafft, diesen Weg strukturiert auszuarbeiten – und der uns zugleich auffordert, mutige, mindestens aber sehr bewusste Schritte auf diesem Weg zu gehen.“
Die Jugendamtsumlage für die Kommunen Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Neukirchen-Vluyn, Schermbeck, Sonsbeck und Xanten wird 2026 nach dem Entwurf einen Hebesatz von 25,65 Prozent haben. Die ÖPNV-Umlage beträgt im kommenden Jahr rund 8,6 Millionen Euro.
Geplant ist, den Haushalt Ende März 2026 zu verabschieden.