Junge Forscher der Gesamtschule Schermbeck überzeugen mit innovativen Ideen
19.3.2025 Schermbeck (js). Auch in diesem Jahr nahm die Gesamtschule Schermbeck an „Jugend forscht“ teil. Die Schüler entwickelten smarte Lösungen für Alltag und Umwelt.
Wer kennt es nicht? Man ist im Urlaub oder unterwegs und vergisst, die Blumen zu gießen – und schon sind sie vertrocknet. Mit genau diesem Problem haben sich Moritz Gördes, Noah Hirsch und Yannik Wester von der Gesamtschule Schermbeck beschäftigt. Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend forscht“ entwickelten sie ein intelligentes Bewässerungssystem. Für ihre innovative Idee wurden die Schüler jetzt mit dem dritten Platz ausgezeichnet.
„Sensoren messen die Bodenfeuchtigkeit im Blumentopf“, erklärt der 14-jährige Yannik Wester. Je nach Bedarf wird automatisch Wasser zugeführt. So muss man sich keine Gedanken mehr darüber machen, wann die Blumen gegossen werden müssen. Über ein halbes Jahr arbeiteten die drei Neuntklässler an ihrem Projekt – und die harte Arbeit hat sich gelohnt.
Am 14. Februar wurden sie beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in Marl mit einer Urkunde und einem Preisgeld ausgezeichnet.
Seit 2009 bietet die Gesamtschule Schermbeck die Ergänzungsstunde „Jugend forscht“ an. In diesem Jahr nahmen insgesamt 26 Schüler aus den Klassen 9 und 10 daran teil. Allerdings stellten nur sechs von ihnen ihr fertiges Projekt beim Regionalwettbewerb vor. „Manche haben es zeitlich nicht geschafft, ihr Projekt fertigzustellen, oder haben an einem alternativen Wettbewerb wie ‚Jugend testet‘ oder ‚Junior.ING‘ teilgenommen“, erklärt Lehrerin Bianca Sadowski.
Neben den drei Jungs aus der neunten Klasse reichten auch drei Schülerinnen aus der 10. Klasse ihr Projekt ein – leider ohne Platzierung, aber dennoch mit einem beeindruckenden Ergebnis. Dana Frerick und Emily Bieniok entwickelten ein intelligentes Mülltrennungssystem für den Haushalt. Wenn man Biomüll, Glas oder Plastik in den Behälter wirft, wird der Abfall automatisch in die passende Kammer sortiert. Das System funktioniert durch einen eingebauten Föhn, der leichte Plastikabfälle in die entsprechende Kammer bläst, während schwerere Abfälle aufgrund ihres Gewichts in eine andere Kammer fallen.
Nini Iashvili forschte alleine zur Funktionsweise des Gehirns. Sie fand heraus, dass sich Menschen Bilder besser merken können als Worte und dass Schüler, die Mozart hören, sich besser konzentrieren können.
Insgesamt wurden am Dienstag (18. März) zwölf Projekte vorgestellt. Zu Gast waren die achten Klassen. Ziel der Veranstaltung war es, möglichst viele Schüler dazu zu motivieren, im nächsten Schuljahr die Ergänzungsstunde „Jugend forscht“ zu wählen.
„Jugend forscht“ ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb. Ziel ist es, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, Talente zu entdecken und zu fördern. Jährlich gibt es bundesweit mehr als 120 Wettbewerbe mit mehreren tausend Teilnehmern. Mitmachen können Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren. Wer teilnehmen möchte, sucht sich selbst eine interessante Fragestellung für sein Forschungsprojekt. Den Gewinnern winken attraktive Geld- und Sachpreise.