Pfarrer Daniel Wiegmann in der Georgskirche ins Amt eingeführt

11.10.20221 Schermbeck (geg). Bei einem Herbstwetter das schöner nicht sein konnte, zog eine nicht alltäglich anzusehende Formation, die Blicke der Menschen auf sich. Pfarrer Daniel Wiegmann erhielt am Sonntagnachmittag in der Georgskirche die Ernennungsurkunde zum Pfarrer der evangelischen Kirche in Schermbeck. Superintendent Thomas Brödenfeld, Pfarrer Hans Herzog, Pastor Xavier Muppala und Desiree Kaiser von der Ludgerusgemeinde, sowie ehemalige pastorale Wegbegleiter begleiteten gemeinsam mit dem Presbyterium den zukünftigen Pfarrer vom Gemeindehaus über die Mittelstraße in die Kirche. Ein von den Mitarbeitern gebundener Kranz zierte zur Begrüßung und zur Unterstreichung des festlichen Geschehens das Kirchenportal.
In seiner Begrüßung wies Volker Franken, Vorsitzender des Presbyteriums den zukünftigen Pfarrer mit Augenzwinkern und kleinem Wink mit dem Zaunpfahl darauf hin, dass es in den letzten 91 Jahren nur drei Pfarrer im Ort gegeben habe. Durchschnittlich hätten diese also 30 Jahre im Ort gewirkt.


Als einen Freudentag für die evangelische Gemeinde bezeichnete Superintendent Thomas Brödenfeld die Einführung des Pfarrers Daniel Wiegmann. Dennoch sei es eine Zeit des Wandels, in der es zu überlegen gilt: „Was haben wir als Kirche der Welt zu sagen“. Die Übernahme der Pfarre geschehe in einer Zeit, in der eine Wende erkennbar sei. Die Coronapandemie mache ein Umdenken erforderlich. Brödenfeld betonte: “Vieles was sie gelernt haben, wird keinen Bestand mehr haben“. Es sei wichtig die Sehnsucht der Welt und auch der Gemeinde. nach Harmonie und der guten Botschaft Gottes zu hören. Es sei wichtig jegliches Denken von Hierarchien hinter sich zu lassen. „Hören Sie was die Menschen brauchen, nehmen sie die menschliche Sehnsucht auf und hören sie was die Bibel sagt“, gab er dem neuen Pfarrer mit auf den Weg. In seiner Predigt richtete der neue Pfarrer seinen Wunsch an die Gemeindeglieder: “Lassen Sie uns gemeinsam an der Zukunft unserer Gemeinde bauen und hoffen, dass wir irgendwann feststellen, dass wir bekommen haben, um das wir Gott gebeten haben“.
Der 35jährige Pfarrer Daniel Wiegmann stammt gebürtig aus Gladbeck und studierte nach seinem Abitur in Wuppertal und Münster evangelische Theologie. Für das Vikariat, die praktische Ausbildungsphase zum Pfarrer, zog er für zweieinhalb Jahre nach Borken-Gemen – lernte dort auch viele evangelische Christen in der zu Gemen gehörenden Kirchengemeinde Raesfeld kennen. Ausgebildet wurde er dort von Pfarrerin Barbara Werschkull, die bei der Einführung Wiegmanns in Schermbeck ebenfalls zugegen war.



Verheiratet ist Pfarrer Wiegmann mit Sara Schönwälder, Lehrerin für Französisch und Religion. Söhnchen Julian komplettiert das junge Familienglück. Schon Mitte August hat Wiegmann bereits das Pfarrhaus bezogen und den Eindruck erhalten, dass die Gemeinde sehr lebendig und auch sehr verwurzelt sei: „Ich weiß, dass hier viel Arbeit auf mich wartet und ich freue mich darauf,“ betonte er.
Als Begrüßungsgeschenk erhielt Pfarrer Wiegmann von seinen Mitarbeiter ein festliches Kaffeetrinken im Gemeindehaus geschenkt, welches im Anschluss an die Ernennung stattfand.

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