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Ausstellung „PlasticPlanet“ im evangelischen Gemeindehaus

25.2.2019 Schermbeck. Plastik ist überall – und es wird immer mehr: Coffee-To-Go-Becher, Tüten, Flaschen, Lebensmittelverpackungen. Plastik im Meer, im Essen, in Pflegemitteln in unserem Blut.

Kein Lebensbereich, in dem wir nicht auf Plastik und Erdölanteile treffen. Über die Verbreitung des Plastik-Mülls und der daraus hervorgehenden Gefährdung für alle Lebewesen informiert die Wanderausstellung „PlanetPlastic – Erdöl.Macht.Müll.“, die vom 5. bis 12.3. im Schermbecker evangelischen Gemeindehaus, Kempkesstege 2 zu sehen ist.
Sie wurde von dem Münsteraner entwicklungspolitischen Verein VAMOS e.V. gemeinsam mit dem Kopernikus-Gymnasium Rheine entwickelt. Unterstützt wird sie von der Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Die Wanderausstellung informiert und regt zum Handeln an. Fotos, Skizzen, Grafiken veranschaulichen die Problematik. Mit sechs Hör-Geschichten aus der Zukunft, einem eigens produzierten Kurzfilm von Schülerinnen und Schülern und weiteren Kurzfilmen greift sie in verschiedenen Untergliederungen das Thema auf: Meere und Mikroplastik, Recycling – das hält ewig, Erdöl – ein langer Weg, Gesundheit – Plastik im Blut, Die Welt – ich und mein Plastik.
Die Ausstellung ist zu folgenden Zeiten in Schermbeck zu sehen:
Dienstag, 5. März 10.00 – 12.00 Uhr, 15.00 – 18.00 Uhr
Mittwoch, 6. März vormittags geschlossen - 14.30 – 18.00 Uhr
Donnerstag, 7. März 10.00 – 12.00 Uhr, 14.30 – 18.00 Uhr
Freitag, 8. März, 10.00 – 12.00 Uhr, 14.30 – 17.00 Uhr
Montag, 11. März 10.00 – 12.00 Uhr nachmittags geschlossen
Dienstag 12. März, 10.00 – 12.00 Uhr nachmittags geschlossen
Der Eintritt ist kostenlos.
Leider ist der Zugang zur Ausstellung nicht barrierefrei. Interessierte Gruppen wenden sich bitte an Pfarrer Dieter Hofmann.
Nach dieser Zeit wandert die Ausstellung im Kirchenkreis Wesel bis zum 15. April 2019 über Rees, Haldern, Emmerich nach Wesel. Sie ist Teil der kirchenkreisweiten Kampagne „Plastik – teuflisch gut“. Bis zum Herbst gibt es in den evangelischen Kirchengemeinden Projekte, Gottesdienste und Informationen zu dem Thema.

Hintergrund: Seit 1964 bis 2014 hat sich die jährliche weltweite Plastikproduktion verzwanzigfacht. Bis 2030 wird es nochmal 20 Mal mehr werden. Mehr als 5,25 Billionen Kunststoffteile schwimmen in den Weltmeeren. Plastikmüll findet sich überall in der Landschaft, in den Meeren – und in den Lebewesen. Plastikprodukte brauchen zwischen 2 Monaten und 600 Jahren (!), um in der Natur zu zerfallen. Dann verschwinden die Partikel aber nicht einfach, sondern lagern sich in den Meeren, im Acker- oder Waldboden ab. Fische und Wale verenden an einem mit Plastik gefüllten Magen. Vögel verheddern sich beim Nestbau mit Plastikschnüren. Über die Nahrungskette oder die Atmung gelangen Plastikpartikel in menschliche Körper. Lösungsmittel in Plastikflaschen stehen unter dem Verdacht, sich negativ auf den Hormonhaushalt auszuwirken. Wenn nicht endlich gegengesteuert wird, gibt es in 30 Jahren mehr Plastikteile als Fische in den Meeren. Nur 9% des deutschen Plastikmülls wird wirklich recycelt. Der Größte Teil wird verbrannt oder nach Asien exportiert. 2 Milliarden Menschen haben keine geregelte Abfallentsorgung. Asiatische Flüsse
werden zu Plastikkloaken. Die Europäische Union versucht für ihren Verantwortungsbereich gegenzusteuern. Sie hat ein Maßnahmen-Paket auf den Weg gebraucht. Doch bis verschiedene Verbote und technische Anforderungen in nationales Recht umgesetzt sein werden, vergeht noch viel Zeit – nur der Plastikmüll vergeht nicht. Die Welt erstickt daran.

 

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