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Die Angst, die Ratlosigkeit und der Wolf

9.11.2018 Schermbeck. (geg). „Der Wolf muss doch die Schafe fressen, der hat doch Hunger“, so die Meinung der vierjährigen Skye-Florine aus Schermbeck.

Sie war mit ihrer Mutter auf dem Rathausplatz, als das Redaktionsteam des ZDF Stimmen einfing für einen Wolfsbeitrag in der Sendung „Länderspiegel“. Ausgestrahlt wird die sechs- bis siebenminütige Sequenz Samstag Nachmittag ab 17 Uhr.


Aber wenn das mal so einfach wäre, mit dem Wolf und dem Hunger. Denn die überwiegende Menge der etwa 100 Menschen, die gekommen waren, sind da ganz anderer Meinung. Aber: „Der Wolf sieht so kuschelig aus“, befand das Mädchen und meinte damit das Tier ((Hybrid -70 Prozent Wolf)) von Wolfsliebhaber Jos de Bruin, der eine Auffangstation in Sonsbeck hat und ebenfalls auf den Rathausplatz kam.
Der Anblick des offensichtlich stark verängstigten Tieres berührte - die angelegten Ohren und die eingezogene Rute zeigte: Wohlfühlen ist anders.

 


Die Angst vor einen Wolf findet de Bruin unbegründet, die Tierhalter müssten ihre Tiere eben ausreichend schützen. Den Spaziergang der Wölfin durch Grafenwälder Gärten am Donnerstag begründete er damit, dass vermutlich treibjagende Jäger dafür verantworlich wären.
Die Wolfsgegner, meist Nutztierhalter zeigten sich mittlerweile gut informiert über Verhaltensweisen des Wildtieres im gesamten Bundesgebiet. Sie kennen sich, reden miteinander, informieren sich gegenseitig, stehen in Verbindung, wie die vielen Gespräche untereinander verdeutlichten.Telefonnummern wurden ausgetauscht.
Landwirt Neuenhoff aus Damm berichtete von seiner an einem Morgen unruhigen Rinderherde, nachdem der Wolf von einer Spaziergängerin direkt neben seiner Wiese gesichtet wurde. In Buschhausen soll das Wildtier von einer Wildkamera aufgenommen worden sein. Im Gemeindegebiet hat es seit April mehr als 40 Tiere gerissen. (Wir berichteten) Es wurde deutlich: Die Angst geht um, denn offensichtlich halten auch Schutzzäune keinen hungrigen Wolf auf, wie ein Riss vor ein paar Tagen in Dinslaken zeigte.

 


Die Lopakaranch hat gestern die Ablehnung des Förderbescheides für einen Schutzzaun bekommen. Alpakas stehen nicht auf der Speisekarte des vierbeinigen Wilderers, so die Meinung der Bezirksregierung. Die Familie hatte den Gegenbeweis dabei und zeigte ein Foto eines gerissenes Alpakas, welches Mitte September in Rodewald 200m von einem Waldkindergarten entfernt, gerissen wurde. .
Aber: “Abschießen ist auch nicht die Lösung“, so Sonja Matusczak. Sie sei "pro Tier", sagt sie, aber einen Weg wie das Problem in den Griff zu bekommen ist, weiß sie auch nicht. Nicht nur Angst - sondern auch Ratlosigkeit macht sich breit, das wurde an diesem Nachmittag auf dem Rathausplatz ganz deutlich. Die Nutztierhalter blicken auf die Politiker und hoffen darauf, mit ihren Sorgen ernst genommen zu werden. 

Die NRZ schreibt dazu:
https://www.nrz.de/region/niederrhein/der-wolf-lockt-sogar-das-zdf-nach-schermbeck-id215762557.html

Anmerkung: Ob das nötig war, den Hybriden diesem Stress auszusetzen und ihn den Leuten auf dem Rathausplatz zu präsentieren?? Mitnichten. Die Meinung der Betroffenen zu dem Verhalten eines Wildtieres, was dieser Hybrid ja nicht ist, konnte de Bruin dadurch sicherlich nicht beeinflussen.

 

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