Brand und umgekippter Tiertransporter fordern die Feuerwehr

3.11.2018 Schermbeck (geg). Das Wochenende fängt für die Schermbecker Freiwillige Feuerwehr nicht so toll an. Gleich zwei Einsätze haben/hatten alle drei Löschzuge gleichzeitig zu "bedienen".

In Gahlen kam es heute Morgen zu einem Brand eines 10x10 Meter großen Wurzelberges bei der Firma „Wald und Flur“ an der Grenze zu Kirchhellen. Hier half die Feuerwehr Kirchhellen aus, solange bis die Wasserversorgung stand. Dann zog der Löschzug Kirchhellen wieder ab. „Zunächst haben wir -solange bis alle Schläuche verlegt waren- mit Tankwagen gelöscht,“erklärte Ellen Großblotekamp.
Die Brandursache war nicht erklärlich. Aber: „Das Feuer kommt von innen“, so die Pressesprecherin der Feuerwehr. Für die Löscharbeiten musste deshalb der große Berg an verrottetem Gehäcksel und Wurzeln Schicht für Schicht auseinandergezogen und abgelöscht werden. Eine Arbeit die Stunden andauerte.


Nur knapp zwei Stunden später erreichte die Kameraden eine erneute Alarmgebung  Ein 24 jähriger Lkw Fahrer aus Coesfeld fuhr gegen 09:59 Uhr die Freudenbergstraße in östliche Fahrrichtung.  An der Kreuzung zur Borkener Straße bog der Mann mit seinem Lkw mit Anhänger nach links auf die Borkener Straße ab. Dort bekam der Schweinetransporter beim Abbiegen die Kurve in Richtung Raesfeld nicht, so dass der Anhänger, der mit 93 Schweinen beladen war, umkippte. Einige Schweine liefen über die Straße und wurden von Passanten an den Leitplanken möglichst in Schach gehalten, bis die Einsatzkräfte vor Ort waren.
Mehr als die Hälfte der Tiere konnte unverletzt in ein anderes Fahrzeug umgeladen werden, berichtete  Dirk Heppner, der Pressesprecher der hauptamtlichen Feuerwehr Dorsten, die hier Nachbarschaftshilfe leistete.


Die Feuerwehr, die zuständigen Veterinärämter, ein Tierarzt und der Eigentümer sorgten an der Unfallstelle für eine artgerechte Betreuung und Versorgung der Tiere. Die Borkener Straße wurde während der Unfallaufnahme vollständig gesperrt. Der entstandene Sachschaden beträgt circa 70.000 Euro.

„Diese Einsätze machen deutlich wie dringend wir Nachwuchskräfte benötigen“, so Ellen Groß-Blotekamp. Die  „Neuen“, die bereits eingekleidet waren, halfen soweit es ging bereits an den Einsatzstellen mit. Für die Kameraden äußerlich zu erkennen sind die Neuen an dem grünen Streifen am Helm.

Einige Fotos:
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