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Annette Ulland: „Dieser Job ist ein totaler Glücksgriff für mich“

Von Gaby Eggert
6.9.2018 Damm. Kinder wie die Zeit vergeht, oder hätten sie gedacht dass Annette Ulland bereits seit 25 Jahren das Dammer Jugendhaus leitet?

In diesem Monat begeht sie ihr Dienstjubiläum.
„Als ich die Stelle übernahm sind symbolisch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen worden“, erinnert sich die 55jährige Dammerin, die aus Heiden stammt und seit drei Jahrzehnten in Damm lebt. Denn Pfarrer Joppien suchte damals dringend jemanden der sich im Jugendhaus um die Belange der Jungen und Mädchen in Damm kümmert. Die  Handelsfachwirtin Annette Ulland hingegen, suchte eine Kinderbetreuung, damit sie ihrer Berufstätigkeit nachgehen kann. Und obwohl sie beruflich ganz anders unterwegs war- Rechnungswesen und Betriebswirtschaft in der Erwachsenenbildung war ihr Thema- sagte sie zu. „Ich hätte damals nicht gedacht, dass dieser Job mir so viel Spaß machen würde", so Ulland zu den Anfängen ihrer Arbeit im Jugendhaus, wobei sie sich auch erinnert dass dieser Tätigkeitsbereich eher eine Männerdomäne war. Das habe sich aber mittlerweile geändert.



Für die Dammer Jugend war und ist das Jugendhaus, welches vor drei Jahren sein 50jähriges Bestehen feierte-  ein Ort der Begegnung. Denn „ Die Kinder und Jugendlichen besuchen unterschiedliche Schulen, hier sind sie dann alle gemeinsam zusammen, können sich treffen, aktiv werden und sich verabreden“. Dabei sind die Mädchen in der Überzahl und das sei in den 25 Jahren immer gleich geblieben. „Jungs sind auch ganz anders“, hat sie festgestellt und dieses Phänomen ziehe sich durch die gesamten 25 Jahre. Während diese sich eher allein beschäftigen, nehmen die Mädchen gern Angebote an. Was sie ebenfalls beobachtet hat: „Die Freundschaften untereinander wechseln heute schneller“.



In den ersten Jahren lag die Zahl der Besucher, die auch heute noch zwischen sechs und 18 Jahren sind, bei 20 und mehr. Heute wären es weniger. „Die Zahl bröckelt etwas, früher waren die Jugendlichen hier im Haus aktiv, heute beschäftigen sie sich lieber mit dem Handy“, hat sie festgestellt.
Zu den Angeboten des Jugendhauses zählen unter anderem das Internetcafé, der Spielplatz, das Beachvolleyballfeld, das Basketballfeld oder der Airhockey-Tisch. Bei ihrer Arbeit liegen ihr auch Umweltprojekte am Herzen. Upcycling war ein Thema- hier sind viele Kunstgegenstände entstanden. „Das lief gut, hier konnten wir zusammen mit allen Altersgruppen aktiv werden“. Auch eine Kleidertauschbörse hat es gegeben. „Leider ist diese nicht angenommen worden“, so Ulland, aber sie möchte das nicht aus den Augen verlieren und das in zwei bis drei Jahren nochmal versuchen. Derzeit beschäftigen sich die Jugendhausbesucher mit Plastikmüll und dem „Leben ohne Plastik“. Dafür steht auch ein gemeinsamer Besuch im Bottroper Unternehmen „Allerlei verpackungsfrei“ an. „Faire Produkte“ werden seit Jahren im Jugendhaus zum Verkauf angeboten.


Die Arbeit mache ihr Spaß -auch nach 25 Jahren noch. „Es ist jeden Tag anders“, sagt Annette Ulland, wobei sie nicht unerwähnt lässt, dass sie mitunter auch mit Problemen konfrontiert wird, dass auch in dem kleinen und beschaulichen Damm nicht nur die heile Welt herrscht. Magersucht, Drogen oder Rechtsradikalismus fallen ihr da ein. Aber: „Wir haben bisher alle Problemsituationen gut hinbekommen“. Unterm Strich betrachtet sagt Anne Ulland: „Dieser Job ist ein totaler Glücksgriff für mich“. Wie lange sie ihn noch macht? Anne Ulland lacht und antwortet: Sicherlich gebe es Dinge die sie nicht mehr mache, wie zum Beispiel im Saal mit den kids auf der Luftmatratze übernachten. Aber “Solange ich von den Jugendhausbesuchern akzeptiert werde und authentisch sein kann,  solange bleibe ich."

 

 

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