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Wenn „Sitz“ und „Platz“ zum Schulfach werden 

27.11.2017 Schermbeck (gj). Süßer geht´s kaum: Der elf Wochen alte Welpe Mico ist neuer Schüler – und bald Lehrer – an der Gemeinschafts-Grundschule-Schermbeck (GGS).

Schulleiterin Jessica Steigerwald hat aus der Not eine Tugend gemacht. Die Überlegung, sich privat einen Hund zuzulegen, konnte realisiert werden, weil die Schulgremien diesen als Schulhund einsetzen möchten.
Jessica Steigerwald ist froh, dass der kleine Mico seit den Herbstferien Mitglied der Schulgemeinschaft ist. In seinem Korb im Büro der Schulleiterin schläft der junge Hund und lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. „Er hat sich schon sehr gut hier eingewöhnt und kommt mit dem Trubel im Schulflur und auf dem Pausenhof gut zurecht. Und hier hat er eine ideale Rückzugsmöglichkeit.“ Vor drei Wochen zog der Tibet-Terrier bei Familie Steigerwald ein. An Schermbeck muss er sich nicht erst gewöhnen, kommt er doch aus einer Zucht der Schermbeckerin Ursula Wiellem.

 

Zunächst hat er die heimischen vier Wände erkundigt, um dann in den Ferien seinen Arbeitsplatz, die Grundschule, kennen zu lernen. Jetzt muss er die üblichen Hunderegeln lernen, eine Begleithundeprüfung bestehen und dann geht es in die Ausbildung zum Schulhund. „Das Ziel ist es, für mehr Ruhe in den Klassen zu sorgen und die Kinder mit einem Tier zusammen zu bringen. Erfahrungen haben gezeigt, dass die Atmosphäre an einer Schule durch einen Hund viel leiser und angenehmer ist“, erklärt die Schulleiterin.
Doch zuvor mussten noch ein paar Voraussetzungen erfüllt werden.

Die Schulkonferenz – das sind Schulleitung, Lehrer, Eltern- und Schülervertreter – mussten zustimmen. „Da gab es schon einige Anfragen an mich. Ich habe zwei Kinder und bin Schulleiterin mit eigener Klasse. Es muss sichergestellt werden, dass ich das alles unter einen Hut bringe.“ Auch das Thema Allergien wurde diskutiert und die Eltern danach befragt. Mico ist jedoch als Tibet-Terrier ein Hund, der nicht haart. Dennoch, wenn Eltern den Kontakt ihrer Kinder zum Hund nicht wünschen, geht Jessica Steigerwald nicht mit ihm in die jeweilige Klasse. Es wird noch eine Weile dauern, bis der kleine Mico ausgebildet ist. Gemeinsam mit dem Schermbecker Hundetrainer Gerd Köhler wird nun erst mal an den Grundkommandos gearbeitet. Erst wenn diese sitzen, geht es in die praktische Ausbildung zum Schulhund. Danach wird er regelmäßig mit in die Klassen gehen. „Wenn ein Hund in den Schulalltag integriert wird, lernen die Schüler im Umgang mit ihm seine Bedürfnisse kennen. Indem sie aktiv in die Pflege und Versorgung einbezogen werden, entwickeln sie ein Verantwortungsgefühl und werden mit seiner Körpersprache vertraut. 

Im Umgang mit dem Schulhund entwickeln sie ein Regelverständnis. Das gemeinsame Spiel mit dem Hund bietet außerdem Möglichkeiten unterschiedlicher Körpererfahrung“, heißt es in einer Studie zum Thema „Schulhund“. Das kann Jessica Steigerwald nur bestätigen: „Schon jetzt wissen die Schülerinnen und Schüler, dass sie leise sein müssen, wenn ich mit Mico im Flur bin, weil er noch sehr lärmempfindlich ist.“ Und für einen so süßen, kleinen Hund, tun sie das offensichtlich gerne. Für viele Kinder ist die Haltung eines eigenen Haustieres nicht möglich, so dass der Schulhund auch dieses Defizit kompensieren kann. Jessica Steigerwald ist sich sicher, dass ihr Mico ein deutlicher Pluspunkt für die GGS sein wird. Als ob er es gehört hätte, steht der kleine Kerl auf und zeigt an, dass er nach draußen will. Soweit ist er also schon

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