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Der Feind des Wolfes ist nicht der Schäfer

11.3.2020 Gahlen. Leserbrief von Christiane und Matthias Rittmann zur Pressemitteilung des Kreis Wesel / MULNV zum Entnahmeantrag der Wölfin GW954f

Der Feind des Wolfes ist nicht der Schäfer. Im Gegenteil, die Schäfer investieren viel Zeit und Geld in den Wolfschutz, indem Sie Herdenschutzmaßnahmen umsetzen. Mit Wölfen,die sich von Weidetieren fern halten,kann jeder leben.
Der Antrag die Wölfin GW954f zu schießen,ist eine logische Konsequenz aus der verfehlten Wolfspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen. Bereits als die ersten Wölfe sich in Niedersachsen niedergelassen haben, hätte die Landesregierung präventiv handeln müssen. Ansatzweise handlungsfähig war man allerdings erst, als die Wölfin hier über einen Zeitraum von sechs Monaten nachgewiesen werden konnte.

Mit Ausweisung des ersten Wolfsgebietes in Nordrhein-Westfalen konnte man den Bau von Wolfs abweisenden Zäunen fördern. Zu spät wie sich jetzt zeigt. Die hiesige Wölfin hat sich auf das Überwinden immer höherer Zäune spezialisiert. Es gibt keinen einzigen Fall, bei dem nachgewiesen werden konnte das Sie einen Zaun untergraben hat. Die Bewertung der Zäune obliegt den Experten des DBBW und des LANUV, hier würde ich der Bewertung eines Fachmannes, immer den Vorzug geben. Schon der Ablauf dieser so genannten Expertenbeurteilung ist fragwürdig.

Zuerst erscheint in dieser Kette von Kuriositäten ein ehrenamtlicher, schlecht ausgestatteter Wolfsberater mit seinen Hunden im Kofferaum am Tatort (eigene Erfahrung, zur Erklärung Hundehaarekönnen die genommenen DNA-Proben kontaminieren) Er stellt Untersuchungen an, nimmt DNA Proben und macht Fotos zum Geschehen. Diese Informationen bewerten dann die Experten des LANUV, die von Hause aus Biologen und fachlich hier sicherlich gut sind, aber von Zaunbau nur begrenzte Kenntnisse haben. Wohlgemerkt diese Experten sitzen in einem Büro und beurteilen aus der Ferne anhand von Fotos.

Sobald diese Experten sich trotz der vorliegenden Informationen nicht sicher in ihrer Bewertung sind, kontaktieren sie die nächst höhere Expertenstelle, das DBBW in Berlin. Hier gibt es sie vielleicht, die gesuchten Fachleute, die viele Lehrgänge zum Thema Zaunbau hinter sich gebracht haben und seit Jahrzehnten ihr Wissen vertiefen. Doch auch diese Experten hangeln sich an Empfehlungen entlang, die noch nicht einmal rechtsverbindlichen Charakter haben.

Wie soll in einer solchen Expertenkette, eine fachlich ausgereifte und rechtssichere Zaunbewertung möglich sein? Denn der Zaun ist Dreh-und Angelpunkt jeglicher Entscheidung über Wohl und Wehe in der Weidetierhaltung, zumindest beim Thema Wolf. Wenn sich an dieser Expertenpolitik nicht schnell etwas ändert, sowohl auf Landesebene als auch auf Behördenebene, dann findet der Wolf in der ländlichen Bevölkerung keine Akzeptanz. Denn die ländliche Bevölkerung ist vom Wolf betroffen und nicht die in der Stadt.

Wenn man die Wolfspopulation schützen und die für die Landschaftspflege sowie den Natur-und Klimaschutzso wichtige Weidetierhaltung erhalten will, muss man auch unpopuläre, aber pragmatische Entscheidungen treffen und einzelne auffällige Wölfe töten. Davor scheuen sich die Behörden und sind wahrscheinlich froh, dass ein Schafhalter den Entnahmeantrag gestellt hat und die Entscheidung letztendlich ein Gericht treffen muss. Denn wenn den Schafhaltern nicht geholfen wird, müssen sie sich selbst helfen. Von behördlicher Seite ist bezüglich der Entnahme von Wölfen nichts zu erwarten. Die Schaf-und Weidetierhalter sind jedenfalls nicht für die Fehlentscheidungen der Politik verantwortlich und wehren sich dagegen als Sündenbock missbraucht zu werden

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