Mehr als 700 Schermbecker wollen Grundschulen erhalten

9.10.2019 Schermbeck (pd). Mehr als 700 Schermbecker haben die Online-Petition der rund 50 Mitglieder zählenden Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ zum Erhalt der beiden Grundschulen unterschrieben. Die Bürgerinitiative bedauert, dass offenbar die Mehrheit der Politiker trotz der vielen offenen Fragen und der enormen Kritik aus der Bevölkerung dazu bereit ist, die bestehende Grundschullandschaft in Schermbeck zu zerschlagen. Vernünftiger sei es vielmehr, die Entscheidung zu vertagen und den Dialog mit der Öffentlichkeit zu suchen. Geschehe dies nicht, sei ein Bürgerbegehren unausweichlich, um den Befürworten der bestehenden Grundschullandschaft Gehör zu verschaffen.

 Die Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ setzt sich für einen Erhalt der vor Ort bestehenden Grundschullandschaft ein. Sinnvoller und nachhaltiger als ein Abriss sowie ein kostspieliger Neubau an ungünstiger Stelle außerhalb des Ortskerns erscheint den Mitgliedern der Erhalt der werthaltigen Gebäudesubstanz der beiden Schulen durch Sanierungen und Modernisierungen.

Die Initiative erinnert an den Schulentwicklungsplan (SEP) für Schermbeck aus dem Jahr 2018: Dort heißt es, dass beide Schulen bis über 2030 hinaus über ausreichend Räume für neue pädagogische Arbeitsformen oder für eine deutliche Zunahme an OGS-Plätzen verfügen. Die Anpassung dieser Räume sei „teuren Zubauten und dem Invest in neue Flächen vorzuziehen“, schreiben die renommierten Schulplaner von biregio, die seit Jahren die Schulentwicklung in Schermbeck begleiten.

Die Online-Petition zum Erhalt der Grundschulen läuft unter der Internetadresse change.org/zweigrundschulen weiter. Da die bislang mehr als 700 Unterzeichner von der Bürgerinitiative kontaktierbar sind, sieht sich die Initiative für das anstehende Bürgerbegehren gut gewappnet.

Pressemitteilung der Bürgerinitiative „Zwei Grundschulen für Schermbeck“ (#ZweiGrundschulen)