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"Naturparke stärken Klimaschutz"- Verband Deutscher Naturparke beschließt Positionspapier

24.9.2019 Raesfeld (pd).  Unsere Gesellschaft steht vor großen Herausforderungen in Bezug auf den Schutz des Klimas und die damit verbundenen, notwendigen Klima-Anpassungsmaßnahmen. Die 90 Vertreter*innen aus rund 50 deutschen Naturparken und Geoparks haben auf der Jahrestagung ihres Dachverbandes Verband Deutscher Naturparke (VDN) im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald ein Positionspapier „Naturparke stärken Klimaschutz“ verabschiedet, womit sie auch den von Fridays for Future initiierten heutigen weltweiten Klimastreik unterstützen.

Die 104 gesetzlich anerkannten Naturparke tragen auf 28% der Fläche Deutschlands durch ihre Arbeit in ihren im Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) gesetzlich verankerten vier Aufgabenbereichen „Schutz“, „Erholung“, „Bildung“ und „Entwicklung“ bereits heute durch zahlreiche Projekte und Maßnahmen zum Schutz des Klimas bei.

Nach Überzeugung der Naturparke Deutschlands ist es von allergrößter Bedeutung für die Menschen, die Gesellschaft und die biologische Vielfalt weltweit, dass sich die Bundesregierung und die gesamte Gesellschaft in Deutschland für die Umsetzung des Klimaschutzvertrages von Paris und die Einhaltung des „1,5-Grad-Ziels“ engagieren und Vorreiter im Klimaschutz werden. Die Naturparke in Deutschland leisten hierzu bereits heute einen bedeutenden Beitrag, den sie weiter ausbauen wollen.

Dazu wollen die Naturparke folgende Maßnahmen und Aktivitäten zur Stärkung ihrer Klimaschutzleistungen durchführen, wofür sie die Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen sowie Partnern aus den Regionen gewinnen wollen:

* „Schutz“: Schutz, Erhalt und Wiederherstellung von Wäldern, Mooren und Grünland; verstärkter Grünland- und Moorschutz als natürliche Kohlenstoffspeicher; nachhaltige Land- und Waldbewirtschaftung; organische Landwirtschaft mit besserer CO2-Bindung in Böden.
* „Erholung“: Entwicklung der in Naturparken gelegenen Tourismusregionen zu nachhaltigen und klimafreundlichen Destinationen; Weiterentwicklung attraktiver Angebote für Naturerleben und nachhaltigen Tourismus mit Bezug zum Klimaschutz; Naturparke in Tourismusstrategien auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene integrieren, wie z.B. in die aktuell diskutierte Nationale Tourismusstrategie.
* „Bildung“: Kooperation mit Kultusministerien und Schulbehörden ausbauen, insbesondere in den Programmen Naturpark-Schulen und Naturpark-Kitas und hier Klimaschutz als Thema vermitteln; Naturparke in Bildungspläne und -arbeit der Länder einbinden und somit zum fächerübergreifenden Unterrichtsgegenstand und zu außerschulischen Lernorten machen.
* „Entwicklung“: regionale Wertschöpfung ausbauen, wie z.B. durch Regionalmarken, Naturparkmärkte; nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrsentwicklung, wie z.B. ÖPNV, Car-Sharing, Elektrobike, zu der auch der Ausbau der vorhandenen Freizeitbus- und Bahnangebote in Naturparken zählt; Mitwirkung an der naturverträglichen Gestaltung des Ausbaus der erneuerbaren Energien.
* Naturparke insgesamt als wirksames Instrument zum Klimaschutz sowie zur Anpassung an den Klimawandel stärken, z.B. durch Förderung entsprechender spezifischer Projekte und Maßnahmen sowie durch Verbesserung der Förderung insgesamt sowie durch Verankerung der Naturparke in Strategien zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel auf Landes- und Bundesebene.

Die Mitgliederversammlung fand im Rahmen des diesjährigen Deutschen Naturpark-Tages statt. Gastgeber war anlässlich seines 40-jährigen Bestehens der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.

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