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Klimaschutzmanager in Schermbeck: Kein Erfolgsmodell

9.1.2021 Schermbeck. Stellungnahme der Grünen Fraktion Schermbeck zur erneuten Vakanz der Stelle Klimaschutzmanagerin/Klimaschutzmanager

So wie es bisher gelaufen ist, bestätigen sich unsere Vorbehalte gegenüber der Stelle eines Klimaschutzmanagers/einer Klimaschutzmanagerin.
Der erste Klimaschutzmanager der Gemeinde trat vor allem dadurch in Erscheinung, dass er die Verbindung zwischen der Gemeinde und innogy herstellte. innogy war eine Tochtergesellschaft des RWE Konzerns, der sich insbesondere durch den Braunkohletagebau in Garzweiler einen Namen machte. Werbewirksam gab es ein gemeinsames E-Auto für das Carsharing, liebevoll ScherMycar genannt, außerdem einen innogy Klimaschutzpreis und einen von innogy gestifteten Bücherschrank. Was dieser allerdings mit Klimaschutz zu tun hat, erschließt sich uns bis heute nicht.

In den Angelegenheiten, die unmittelbar das innerörtliche Klima betrafen, ist der Klimaschutzmanager nicht in Erscheinung getreten. Wir haben seine Stellungnahmen zu dem von uns gestellten Antrag auf Untersagung von Schotterbeeten in neuen Baugebieten, oder auch zu gemeindeeigenen Schotterbeeten schmerzlich vermisst. Auch in dem Konflikt, den eine engagierte Gahlener Bürgerin hervorgerufen hatte, als sie sich mit der gemeindlichen Grünflächenpflege nicht einverstanden erklärte, blieb der Klimaschutzmanager unsichtbar. Ob er sich nicht zu Wort melden durfte oder ihm die Worte fehlten, wissen wir nicht.
Sowohl dieser Klimaschutzmanager als auch innogy sind inzwischen Geschichte. innogy wurde zerschlagen, der Klimaschutzmanager hat gekündigt und arbeitet jetzt in Unna.
Ihm folgte eine Klimaschutzmanagerin. Diese war von Mitte März bis zum 1.Dezember für die Gemeinde tätig. Eine ihrer ersten Aufgaben sollte es sein, die gemeindeeigenen Waldflächen zu sichten, mit dem Ziel, durch Optimierungsmaßnahmen einen Klimawald zu schaffen. Damit ließe sich der Kauf von teuren Ökopunkten als Ausgleich für neue Baugebiete vermeiden. Geschehen ist leider nichts, unsere Anfrage an den Bürgermeister zu dieser Maßnahme blieb unbeantwortet.

Die Aussage des Bürgermeisters, für viele Förderprogramme ist der Klimaschutz eine Eintrittsbarriere, ist irreführend. Die meisten Förderungen gibt es im Bausektor. Das Baugesetz erfordert klimaschonendes Bauen. Uns ist kein Förderprogramm bekannt, wo ein Klimaschutzkonzept oder die Besetzung der Klimaschutzmanagerstelle die Grundvoraussetzung für die Förderung sind. Auch der Bürgermeister konnte uns keines benennen, als wir vor einiger Zeit diese Frage im Ausschuss stellten.
Ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz wäre z.B. der Bau von Mehrfamilienhäusern auf gemeindeeigenen Flächen und somit die Schaffung von viel Wohnraum mit wenig Flächenversiegelung.

Damit müssten aber Bürgermeister und CDU das ehrgeizige Ziel, junge Familien mit gutem Einkommen nach Schermbeck zu holen, dem Klimaschutz unterordnen.
Auch die Wiedereinführung der Baumschutzsatzung könnte ein Beitrag zum Klimaschutz sein.
Das zu erreichen schafft kein Klimaschutzmanager und keine Klimaschutzmanagerin. Wer immer diese Stelle in Zukunft ausfüllt, wird sie bald aufgeben, wenn sie oder er engagierten Klimaschutz betreiben will und nicht nur werbewirksame Aktionen wie den Austausch alter Kühlschränke.

Für die Grüne Fraktion Schermbeck
Ulrike Trick
(Fraktionsvorsitzende)

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