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Die Gruppe Nebelhorn weckt in Berlin das Bewusstsein für die Problematik „Grenzüberschreitun­gen“

11.10.2021 Weselerwald (geg). Im Atelier der Gruppe Nebelhorn treffen sich seit dem Jahr 1995 behinderte und nichtbehinderte Menschen, um künstlerisch zu arbeiten. Der Schwerpunkt der Zusammenkünfte ist künstlerischer und sozialintegrativer Natur. Ein immer wiederkehrendes Thema: Grenzüberschreitungen in unterschiedlichsten Formen, denen die Teilnehmer ausgesetzt sind.

Zurzeit prägt eine neue Art der Grenzüberschreitung das Leben der Menschen in der Werkgruppe: Die Coronapandemie. „Die Zeit des Lockdowns war eine schwere Zeit für unsere Mitglieder“, erklärt der künstlerische Leiter Raúl Avellaneda. Denn die Besonderheit dieses Ortes ist, dass hier die Türen geöffnet sind, wenn andere -zum Beispiel Werkstätten oder Tageskliniken und Betreuungseinrichtungen - sie schließen. Nämlich am Freitagabend, am Samstag und an den Sonn- und Feiertagen. Zeiten, in denen viele der „Nebelhörner“ sich selbst überlassen sind. Derzeit treffen sich in dem Atelier auf Lühlerheim zu unterschiedlichen Zeiten wieder 70 Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung, um zusammen kreativ zu sein, um Gemeinschaft zu leben. Avellaneda hat versucht, die „stille“ Zeit so gut als möglich zu überbrücken, in dem er Whattsapp Gruppen einrichtete, in der sich die Mitglieder austauschen und medial tätig werden konnten. DIN A4 Kladden hat er herumgefahren- von Ort zu Ort und von Mitglied zu Mitglied transportiert. In diesen haben sich die Menschen in unterschiedlicher Form ausgetauscht. Es wurde geschrieben oder gemalt und der oder die nächste hat die Arbeit dann weitergeführt. Die Beiträge sprechen eine deutliche Sprache, wie beim Betrachten zu sehen war- verdeutlichen seelischen Druck, Ängste und Einsamkeit.

In dieser Woche nun reisen insgesamt 18 Interessenten aller Altersgruppen mit und ohne Behinderung nach Berlin, um dort die im Jahr 2019 begonnene Arbeit unter dem Titel „Grenzüberschreitungen“ (15.-23.10.) weiterzuführen. Beim ersten Wirken freute sich die Weselerwalder Gruppe über durchschnittlich 180 Menschen, die täglich kamen um mitzuwirken, oder einfach nur zuzuschauen, berichtete Avenalleda.

Auf 220 Quadratmetern haben die Teilnehmer die Gelegenheit, anhand von Zeichnungen, Bildern, Collagen, Rauminstallationen, Texten, theatralischen Darstellungen, Tonaufnahmen, Fotografie und Film ihre Erfahrungen und Meinungen zu ihren erlebten Grenzüberschreitungen darzustellen. Das Ziel: “Anregungen für Lösungen der Problematik zu finden.“ Die Resultate des inklusiven, multimedialen und künstlerischen Projektes werden mit einem thematischen Rahmenprogramm im nächsten Jahr sowohl in Berlin, als auch in NRW in Form von Ausstellungen präsentiert. Sofern die Pandemie es zulässt.
Über eine weitere Besonderheit freut sich der künstlerische Leiter Raúl Avenalleda ganz besonders: Die Technische Universität Dortmund, Fakultät Rehabilitationswissenschaften wird untersuchen, wie sich die Gruppe mit dem Thema auseinandersetzt. Die Studenten werden aufzeigen, welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft hat.
Finanziert wird das Projekt durch den Wohlfahrtsverband „Aktion Mensch“.

 

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