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Munteres Treiben auf dem Dammer Schützenfestplatz

24.7.2020 Damm (geg). Die Gäste auf dem Schützenfestplatz in Damm strahlen mit der Sonne um die Wette.

Schon seit dem Jahr 2013 finden in den Sommerferien durch die INTEGO Oberhausen für die Klienten Ferienaktionen und auch Übernachtungen im Zelt statt.
Waren es sonst knapp 100 große und kleine Menschen, die sich in den unterschiedlichsten Aktionen dort tummelten, ist durch die Coronapandemie in diesem Jahr einiges anderes. Die mögliche Anzahl der Teilnehmer/innen ist stark eingeschränkt.


Die INTEGO Oberhausen ist ein Netzwerk für die psychische Gesundheit eines Menschen. Der Kontakt zum Schützenverein Damm kam zustande, da mehrere Mitarbeiter der Familien- und Jugendhilfe im Ortsteil von Schermbeck leben. Bei diesen ist seinerzeit die Idee entstanden, das Schützenhaus mit dem großzügigen Umfeld in den Sommerferien zu nutzen. Eine entsprechende Anfrage wurde wohlwollend positiv beschieden. So können Kinder, Jugendliche und Familien fernab von der Großstadt, den belastenden Alltags für eine kurze Zeit vergessen.


Am Donnerstag ist, neben einigen Familien, auch die Mädchen- und Jungengruppe vor Ort. Was ihnen an Damm besonders gut gefällt: „Die Ruhe, es ist hier so schön ruhig“, beantworten die elfjährige Sharia und die neunjährige Leonie Marie spontan gemeinsam. Zuhause sei das echt laut und nervig. Die Mädels bearbeiten einen Baumstamm aus dem ein Tisch werden soll. Die Sozialarbeiterin Konstanze Schneider erklärt, dass das eine Projektarbeit ist. „Ein Mädchen aus der Gruppe hat sich einen Tisch und einen Stuhl gewünscht und den bauen wir ihr jetzt“. Ein „kleiner Mann“ dreht unaufhörlich mit dem Kettcar seine Runden. Die Sozialarbeiterin lacht, als sie erzählt dass der Fünfjährige gar nicht mehr aussteigen mag. Am Mittag kommen die vier Familien, die für eine Nacht auf dem Platz zelten, vom Spielplatz zurück. Zwei Mütter freuen sich darüber, dass man die Steppkes einfach mal rennen lassen kann, während sie gemütlich noch einen Kaffee trinken. Einen gewaltigen Eindruck hinterlassen hat wohl die Nachtwanderung am Abend der Ankunft, bei denen gleich mehrere Mäuse die über den Weg marschierten, zu beobachten waren.


Susanne Aupers, die Leiterin der Abteilung Familien- und Jugendhilfe freut sich sehr über die Kooperation: „Es ist toll wieviel Akzeptanz wir hier auch in der Bevölkerung erfahren“, schwärmt sie dankbar und erzählt von Bauernhofbesichtigungen und dass sich auch Jäger einbringen. Der gemeinsame Aufenthalt, bei dem sich auf dem Platz jeder nach seinen Fähigkeiten einbringt, öffne auch den einen oder anderen, habe das 24köpfige Team erfahren. „Plötzlich sind auch Gespräche möglich“, so Aupers, die betont, dass solche Auszeiten der Klienten, egal wie alt sie wären, für die positive Entwicklung der Psyche wichtig sind. Die gesellschaftliche Akzeptanz in Damm wäre bemerkenswert und trage positiv dazu bei.

 


Susanne Aupers erzählt, dass sogar ein Klient, der auch Mitglied im Schützenverein Oberhausen ist, bei den Dammer Schützen zur sonntäglichen Parade mitgelaufen sei. Nicht unerwähnt lässt Aupers auch die spontane Hilfe der Dammer Landfrauen. „Als ich mit Beginn der Coronakrise angefragt habe, ob die Damen uns mit Bastelmaterialien oder Ähnlichem aushelfen können, ist diese direkt erfolgt,“ freut sie sich.
Für den Präsidenten Bernd Abel ist die Unterstützung fast selbstverständlich. „Wir haben hier eine wunderbare Anlage und man hilft sich doch gern gegenseitig“.

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