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BUND fordert: Eine Chance für Wölfin GW954f, genannt Gloria

13.1.2020 Schemrbeck. Anlässlich des Antrags eines Schäfers auf Abschuss der Wölfin GW954f spricht sich der NRW Landesverband des BUND Deutschland gegen die Erteilung einer Abschussgenehmigung und für Alternativen aus.

Die letzten Wolfsrisse  im Wolfsgebiet Schermbeck sowie die von den Schäfern empfundene fehlende Unterstützung seitens der Gesellschaft haben dazu geführt, dass die Schäfer einen Antrag auf Abschuss der Wölfin GW954f gestellt haben.
Gebt Gloria eine Chance! BUND NRW  und BUND Kreisgruppe Wesel sprechen sich – auch im Hinblick auf das im Oktober ergangene Urteil des EUGH zur Wolfsjagd – gegen die Erteilung einer Abschussgenehmigung aus. In seinem Urteil betont der EUGH, dass Abschüsse gezielt und selektiv zu erfolgen haben und vorab mögliche Alternativen zu prüfen sind. Dazu Holger Sticht, Vorsitzender des BUND NRW: „Die Umsetzung von Alternativen ist rechtlich bindend, und eine mögliche Alternative ist die Vergrämung des Wolfes".
Eine Videoüberwachung der Weide oder eine Besenderung der Wölfin liefert wertvolle Erkenntnisse und ist Grundlage wirkungsvoller Vergrämung
Angelika Eckel von der Kreisgruppe Wesel: „Eine Videoüberwachung der Weide von Schäfer Opriel, würde uns neue Erkenntnisse bringen, wie die Wölfin die Zäune überwindet. Ggf. tun sich Schwachstellen auf, die der Wolf nutzt und bisher nicht erkannt wurden.
Die eigentliche Vergrämung kann durch unterschiedliche Maßnahmen erfolgen: Zaunverbesserungen durch vor dem eigentlichen Zaun gezogene Litzen, die eine „Dreidimensionalität“ des Zaunes bewirken und den Sprung über den Zaun für den Wolf schwer einschätzbar machen, so dass er darauf verzichtet. Das Ausbringen von abschreckenden Geruchsstoffen, elektrifiziertes Flatterband (TurboFladry) und in letzter Konsequenz eine Besenderung und Einsatz von RAG (Radio Activated Guards), die in USA in Einzelfällen bereits erfolgreich eingesetzt wurden, sind weitere Möglichkeiten.“
„Die Besenderung des Wolfes wäre eine wünschenswerte zusätzliche Massnahme, um das Wolfsmonitoring wirksam zu unterstützen. Ein solches Monitoring wird durch das LANUV seit Mitte November für das Wolfsgebiet Schermbeck verstärkt durchführt. Bislang wurde die Bevölkerung aber lediglich aufgefordert, Wolfssichtungen und Auffälligkeiten zu melden,“ findet Günther Rinke, Vorsitzender der Kreisgruppe Wesel,
„und es genügt ein Blick nach Niedersachsen: Die Geschichte des Rodewalder Rudels, dessen Leitwolf zum Abschuss freigegeben wurde, zeigt uns, dass die Jagd auf einen Wolf erhebliche Kosten verursacht. Was hätte man in der Region schon mit den bisher für diese erfolglose Jagd angefallenen Kosten von 83.000 € an Herdenschutzmaßnahmen finanzieren können?“
Angelika Eckel: „Die naturnahe Beweidung durch Schafe und Ziegen ist für den BUND und die Gesellschaft ein wichtiges Element des Landschafts- und Naturschutzes. Diese Praxis wird durch die Rückkehr der Wölfe auf eine harte Probe gestellt. Auch wenn von Seiten der Politik schon einige Schritte zur Unterstützung der Schaf- und Ziegenhalter in die Wege geleitet wurde – insbesondere was Prävention und Schadensausgleich angeht – es fehlt immer noch eine tatkräftige Unterstützung beim Umgang mit Wolfsattacken, insbesondere im Wiederholungsfall.“

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