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Noch ein Skandal beim Ölpelletskandal??

15.9.2021 Gahlen (geg). "Das ist so, wie: Ich hab ne Leiche im Keller und darf selbst nach ihr gucken“, so kommentierte Dr. Hans-Peter Weiß,  Bundestagskandidat der GRÜNEB, die aktuelle Thematik um den Ölpelletskandal in Gahlen. Und: "natürlich mach ich dann die falschen Türen auf"
Und auch Norwich Rüße, der umweltpolitische Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion konnte gar nicht glauben, was er beim Ortstermin mit den GRÜNEN und dem Gahlener BürgerForum zu hören bekam.

Was war der Grund der Zusammenkunft: Die Kreis GRÜNEN und das Gahlener BürgerForum üben Kritik an dem öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen dem Kreis Wesel und der Firma Nottenkämper, der als Ergebnis aus dem dritten Gutachten, geschlossen wurde. Politiker aus dem Kreis Wesel wurden im Übrigen an dieser Vereinbarung nicht beteiligt. Laut Abschlussbericht des Diplom-Geologen Dr. Michael Kerth, der das Gutachten erstellte, sind weitere Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und der Vorbereitungen der Sanierungsmaßnahmen notwendig.

Noch in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses der Gemeinde Schermbeck im November 2020, habe Helmut Czichy, Verwaltungsvorstand des Kreises Wesel versichert, Herrn Dr Kerth für die Durchführung der Maßnahmen gewonnen zu haben.
Mit Blick auf die Auswahl der Gutachter und deren Rollenverteilung, die dann aber getroffen wurden, herrscht nun allgemeines Kopfschütteln. Denn im Prinzip sind mit der Firma AHU und der Firma Asmus& Prabicki die Firmen beauftragt, deren frühere Gutachten bereits kritisiert wurden. Ulrike Trick sagt: „Nun steht in der Vereinbarung, dass Dr. Kerth lediglich begleitend tätig ist“ Und: “Die Firma die das ganze verursacht hat, darf zu den Untersuchungen Entscheidungen treffen, das hat schon mehr als ein Gschmäckle“, schimpft Ulrike Trick. Auch dem Gahlener BürgerForum gehe es ganz klar um die Rollenverteilung, erklärt Dr. Stefan Steinkühler: “Es wundert uns sehr, dass unter anderem anstelle der von Dr. Kerth vorgeschlagenen 20 Kleinrammbohrungen jetzt bezogen auf die räumliche Erfassung nur vier Baggerschürfe diskutiert werden und dass diese dann auch noch von der Firma Nottenkämper durchgeführt werden sollen“. Durch diesen Vertrag habe der Kreis einmal mehr das Heft aus der Hand gegeben.

Norwich Rüße, der das Thema in den Landtag gebracht habe, sei aufgrund der Themenvielfalt mit der er sich zu beschäftigen habe, davon ausgegangen, dass die Thematik Ölpelletskandal durch die Erstellung des letzten Gutachtens auf den Weg gebracht worden sei und hätte sich nicht mehr gekümmert. Für ihn habe die Kreisverwaltung damit eine Steilvorlage erhalten. „Ich habe die Erwartung an eine Kreisverwaltung, dass das ordentlich abgearbeitet wird und das passiert hier offensichtlich nicht“, sagt er. Und: “Ich bin fassungslos“. Ihm fehle die Distanz der Kreisverwaltung zur Firma Nottenkämper. Für Rüße sei dieses Problem aber auch ein grundsätzliches. Die Kontrollfunktionen solch großer Firmen müssten eigentlich an das Land übertragen werden, um Konflikte vor Ort zu vermeiden. Er frage sich, wo der Grund dafür liege, dass die Kreisverwaltung offensichtlich immer noch mit der Firma Nottenkämper auf Augenhöhe verhandelt.

Sauer sind die GRÜNEB und auch das Gahlener BürgerForum auf Landrat Brohl, der nicht gehalten habe was er versprochen hat. „Während des Wahlkampfes war die Kommunikation einfach, er hat versprochen, den Skandal von außen betrachten zu lassen und um seine Mitarbeiter zu schützen, für Transparenz zu sorgen“, so Dr. Stefan Steinkühler.

Wir erinnern uns: Bei einem Pressetermin am Mühlenberg sagte Brohl zu Wahlkampfzeiten: „Ich kenne nur eine Krisenbewältigung und das ist Offenheit, sonst schadet das dem Amt“.

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