Lesetipp: Mein Himmel brennt
13.1.2011 Schermbeck. Wieder einmal ist das Münsterland Schauplatz einer Romanhandlung: Erschienen ist der Roman "Mein Himmel brennt. Die Geschichte einer Kindheit im Münsterland" von Heinrich von der Haar. Vielversprechend: der Auto hat mit dem Titel am Romanwettbewerb auf romansuche.de teilgenommen. Zehn Juroren haben unter 168 Teilnehmern ausgewählt. "Mein Himmel brennt" hat den Ersten Preis gewonnen und ist nun im KaMeRu Verlag Zürich erschienen.
Heinrich, den alle nur Heini nennen, wächst in den Sechzigerjahren mit zehn Geschwistern, einem groben Vater und einer stets schwangeren Mutter auf einem Bauernhof im Münsterland auf. Das Leben ist alles andere als einfach, doch Heini bewahrt sich den Blick für das Schöne, die Hoffnung auf das Leben und die Kraft, sich für seine Ziele einzusetzen. Gewitzt und mutig, stellt sich Heini allen Widerständen und zieht dabei nicht selten den Kürzeren.
Mein Himmel brennt ist ein literarisches Zeitdokument von erschütternder und gleichzeitig berührender Intensität um eine Familie im Deutschland der Nachkriegszeit. Selten hat ein Autor so schonungslos die Wirklichkeit gezeichnet und die persönliche Empfindungen beschrieben. Heinrich von der Haar schildert in einer dichten, packenden, atemloser Sprache voller Poesie das leben des Jungen Heini. Mal düster und erschreckend, mal tragisch, mal komisch. Ein belletristisches Feuerwerk - ein wunderbares, warmherziges Erlebnis, Heini bei seinem Kampf um Freiheit und Eigenständigkeit zu begleiten.
|