Aus Alt wird Neu durch Katja Ribbekamp
7.11.2011 Uefte (geg). Ihr Brautkleid hat Katja Ribbekamp selbst genäht. Aber das war eine Ausnahme. „Die Zutaten für neue Bekleidung einzukaufen, das lohnt sich heute nicht mehr", sagt die ausgebildete Bekleidungsschneiderin, die ihr Geschäftslokal am Lofkampweg 53 hat. Aber ihre Kinder kommen natürlich in den Genuss fantasievollster Karnevalskostüme.
Ihre Leidenschaft gehört heute dem Aufpeppen und Ausbessern von Kleidung. Wer sich von seiner Lieblingssjeans trotz der Löcher und des Verschleißes überhaupt nicht trennen kann, der ist bei der Uefter Unternehmerin gut aufgehoben. Da stellt sie sich jeder Herausforderung und startet recht kreativ so manche Rettungsaktion für Textilien, versichert sie lachend. „Ich habe Spaß wenn die Kunden Spaß an meiner vollbrachten Arbeit haben", so die Schneiderin. Nicht selten wird mehrmals versucht ein unddieselbe Stelle immer wieder auszubessern. „Aber irgendwann gehr natürlich nichts mehr", so Katja Ribbekamp.

So manches Lieblingsstück habe sie bereits vor der Altkleidersammlung gerettet, so manches textile Teil umgearbeitet, so manche Bluse aufgepeppt und damit modernisiert. Auch wenn es darum geht, die Ministranten von St. Ludgerus mit neuen Gewändern auszustatten, setzt sie sich gern an die Nähmaschine. Mittlerweilte hat sie einige Stammkunden die regelmäßig den Weg nach Uefte finden. Die strahlenden Augen der Damen, die sich freuen, weil zum Beispiel aus einem unmodernen Mantel ein hochmodernes Teil wurde, sind ihre neben der Liebe zu ihrem Beruf, Motivation und und auch ein „Antrieb" So manche ehemalige Lehrerin würde sich heute sicherlich über ihre Arbeiten wundern, denn „meine Noten in der Schule im textilen Gestalten waren alles andere als berauschend", erinnert sich die Fachfrau lachend. Das Talent wurde ihr wohl von ihrer Mutter in die Wiege gelegt, denn auch diese war Schneiderin. Bei ihrer Berufswahl aber schwankte sie zunächst, denn auch der Beruf der Textilmustergestalterin stand zur Auswahl, da auch das Taletn zum zeichnen unüerbsehbar war.

Auf dem Dachboden ihrer Eltern fand sie dann den „Stein des Anstoßes" in Form eines Buches, welches die Weichen für ihre berufliche Zukunft stellte. Ein Lesebuch aus dem Jahr 1893 war es, das sie las und das ihr schließlich den Impuls Bekleidungsschneiderin zu werden, gab. In der Geschichte „Die zwei Hausfrauen" wurde beschrieben, welche Vorteile ihr dieser Beruf bringt. Das alte Schätzchen hat heute seinen Ehrenplatz in ihren Geschäftsräumen. Katja Ribbekamp führt Änderungen aller Art und Näharbeiten durch. Dabei macht sie auch Hausbesuche. Auch wer eine Nähmaschine zuhause hat, die eingestellt werden muss, kann sich vertrauensvoll an die Schneiderin wenden. Die freie Zeiteinteilung ihrer Arbeit, keine Mietkosten und der Spaß an ihrer Arbeit waren ihre Motivation sich auf eigene Füße zu stellen. Mit dem Wolletreff an der Mittelstraße kooperiert sie indem sie dort Nähkurse durchführt. Die Öffnungszeiten: Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr Mittwoch von 14.30 bis 18.30 Uhr Samstag von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung
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