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Auf einen Kaffee mit Judith Kolschen

2.3.2015 Erle (geg). Trauer ist keine Krankheit, aber nicht gelebte und verarbeitete Trauer kann krank machen. Das sagt die Heilpraktikerin für Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Sterben, Tod und Trauer Judith Kolschen aus Erle. Bei einem Kaffee hat sie mit mir über ihre Arbeit, die für sie mehr eine Berufung ist, gesprochen.


Die 47jährige Mutter von vier Kindern bezeichnet sich selbst als so etwas wie einen Zugvogel. „Ich habe bisher in drei Bundesländern gelebt", erzählt sie lachend. Aber es scheint, als sei sie angekommen und das gleich im doppelten Sinn. In ihrem Zuhause nämlich und in ihrem Beruf. Letzterer wurde immer schon durch die Themen Sterben, Tod und Trauer geprägt
„Mein erster erlernter Beruf war der einer Krankenschwester auf der Intensiv- station. Im weiteren beruflichen Werdegang kamen die Palliative-Care-Fachkraft, Hospizkoordinatorin und Trauerbe gleiterin dazu", erklärt sie. .

Geprägt durch das Berufsleben im Krankenhaus und den Alltag auf der Intensivstation hat sie immer schon der Gedanke begleitet, dass man Menschen nicht so sterben lassen kann, wie sie denn noch vor 20 Jahren gestorben sind. Abgeschoben und allein in irgendeinem stillen Kämmerlein.
Als sich die Hospizbewegung entwickelte, ließ sie sich zu ehrenamtlichen Hospizhelferin ausbilden, um die psychosoziale Begleitung eines Sterbenden anzubieten. „Das kann der normale Pflegedienst heute gar nicht leisten", hat sie erfahren. Und: "Ich fand es wichtig nach dem Tod nicht einfach aus dem Kreis der Angehörigen zu verschwinden, sondern da zu sein, wenn Hilfe nötig ist", so Judith Kolschen, die aus diesem Grund im Caritasverband Borken die Trauerbegleitung mit aufgebaut hat.
Dabei musste sie natürlich auch- um manchmal das eigene Leid auszuhalten, für sich Strategien für den eigenen emotionalen Abstand entwickeln, denn auch bei ihr fließen manchmal die Tränen. „Die Kollegen helfen dabei", sagt die Trauerbegleiterin, die ein lebensbejahender und fröhlicher Mensch ist. Sie habe gelernt eine gewisse Ohnmacht zu akzeptieren. „Wenn jemand sterben muss, ist es wichtig die eigene Haltung den Dingen anzupassen, die in der Situation noch möglich und wichtig sind und die ihm noch Lebensqualität geben". Judith Kolschen.
Vor gut einem Jahr ist Judith Kolschen in die Selbstständigkeit gegangen und bietet den Menschen in ihren geschmackvoll eingerichteten Räumen, Schulstraße 8 in Erle,  nun Raum für die eigene Trauer: „Hier bei mir dürfen die Menschen ihre Krise habe, ich kann sie ihnen nicht abnehmen, aber kann ich kann sie ein Stück weit mit ihnen gemeinsam aushalten". Viele Trauernde hören nicht gerne, dass sie „loslassen müssen". Das müssen sie auch nicht, vielmehr gehe es darum, das Erlebnis des Verlusts in das eigene Leben zu integrieren. Die gelebte Zeit mit dem Verstorbenen zu würdigen, die vielen Gefühle wahrzunehmen und zu verarbeiten, neu und anders wieder gut leben zu lernen: all dies sind die Aufgaben, bei denen eine professionelle Begleitung helfen kann.

Zu ihr in die Praxis kommen unter anderem Menschen mit Depressionen, Ängsten oder Zwängen oft nach Verlusterfahrungen. Während ihrer Tätigkeit habe die Fachfrau auch gemerkt, dass das Zuhören allein nicht ausreichend ist. „Mein Ziel ist es den Menschen zu helfen, den veränderten Status in ihrem Leben zu akzeptieren". Manchmal ist es eine Gesprächstherapie oder manchmal auch eine Hypnose, bei der die Teilnehmer eine tiefe Entspannung erfahren. Judith Kolschen sagt: „Ich glaube ganz fest an die Selbstheilungskräfte die jeder Mensch selbst in sich hat, man muss sie nur aktivieren, um schließlich wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen."
Die Trauerbegleiterin findet auch die Zeit zwischen dem Tod und der Beerdigung sehr wichtig. „Es ist wichtig sich bewusst zu verabschieden und das ganz in Ruhe", sagt sie. Viele Menschen wüssten gar nicht, dass sie ihre Toten 36 Stunden bei sich zu Hause behalten dürfen. Die Trauerbegleiterin erklärt: "Die Psyche weigert sich zunächst den Tod zu akzeptieren, deswegen ist es für die Betroffenen wichtig, das zu sehen und auch zu spüren."
Sie erinnert sich kurz daran, dass sie mit Kindern einmal den Sarg der Mutter bemalt hat. „Warum nicht" fragt sie in den Raum. Für sie ist es wichtig, dass die Betroffenen am Ende sagen „Ich hatte eine erfüllte Verabschiedung".
Kontakt: Tel.: 02865 / 29 89 686

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Facebook: Heilpraxis Judith Kolschen
Persönlich erreichbar ist Judith Kolschen mittwochs von 15.00 - 16.00 Uhr und freitags von 9.00 - 10.00 Uhr.
Zu allen anderen Zeiten besteht die Möglichkeit, eine Nachricht auf dem Band zu hinterlassen. ,


 

 

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