Ordentlich Schelte bei Neujahrsempfang der CDU
2.2.2012 Schermbeck (geg). Der Neujahrsempfang der CDU ist für die Mitglieder bereits eine lieb gewordene Tradition. Das bewiesen die vielen Anwesenden im Begegnungszentrum der Gemeinde. Den musikalischen Rahmen gestalteten „Five in Harmony"
 Der Vorsitzende Christian Hötting nahm in seinem Grußwort und Rückblick auf 2011 nicht nur Bezug auf die lokale Politik. „Es war ein turbulentes Jahr" so Hötting, der an Neo-Nazi Morde erinnerte, an den arabischen Frühling, an Stuttgart 21, die Attentate in Norwegen oder die Reaktorkatastrophe in Japan, die die CDU „zu einem schnelleren Einlenken in der Atomfrage" bewegt habe. Er schlug den Bogen zur Wirtschaftskrise in Euro und zum Schuldenberg in NRW. Hier verteilte Hötting Schelte an die Röt/Grün Regierung, die die Schuldenbremse nicht wollte. „Verzögern und Taktieren können wir uns nicht leisten", so der CDU Vorsitzende und" Nur mit einer Schuldenbremse sei eine zukunftsfähige, generationsgerechte, langfristige und nachhaltige Finanzpolitik möglich. „Rot-Grün in NRW verweigert sich jeder Lösung", mokierte sich Hötting. Auch in Schermbeck laute die Devise „Bloß niemanden verärgern und niemanden verunsichern", aber Schermbeck sei im Haushaltssicherungskonzept und auf einem schweren Weg. Und selbst wenn optimiert, neu strukturiert und freiwillige Leistungen gestrichen würden, aus eigener Kraft könne sich die Gemeinde nicht von dem Schuldenberg befreien: „Wir benötigen einen strukturellen Befreiungsschlag". Dennoch solle nicht „mit der Kettensäge gespart werden", aber:"Wir verhalten und zu Hause auch nicht anders. Wenn wir zu tief in die roten Zahlen rutschen, dann verschieben wir eben einen Urlaub, oder kürzen das Taschengeld". Mit Hinblick auf die Wahlen in 2014 betonte Hötting, dass sich die Partei nicht in die Reihe der Nein-Sager einreihe, getreu dem Motto: „Nur nicht negativ auffallen". Deutliche Schelte ging auch an die Grünen in der Kommune: „Meine lieben Grünen, sagen Sie doch mal was sie wollen und was sie nicht wollen. Arbeiten Sie mal zur Abwechslung für die Gemeinde und nicht gegen die Gemeinde. Wirken Sie an konstruktiven Lösungen mit, anstatt sich mit Briefen an die Behörden hervorzuheben". Wenn die Grünen mit „Ihren Aktionen aus dem Hinterhalt gegen Dorfgemeinschaftshaus oder Nachbarschaftsberatung nur den Bürgermeister und die Verwaltung treffen wollten, dann sollten diese doch mal zu den Ehrenamtlichen gehen und fragen, wie diese sich bei all den Angriffen fühlten. Die Grünen sollten lieber zu Stift und Papier oder zur Schippe greifen und helfen, die Probleme zu lösen, als diese Projekte gehässig und oberlehrerhaft von der Seitenlinie zu kommentieren. Den unverzichtbaren Einsatz gerade dieser ehrenamtlich tätigen Menschen in der Gemeinde würdigte Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter in seinen Grußworten und stellte die Unverzichtbarkeit dieser Menschen in der Gemeinde dar. Mit der Einladung des Referenten Karl-Heinz Florenz erfüllte Christian Hötting einem Mitgliederwunsch. Florenz beleuchtete in seinem Referat die Frage:„Europa – nur noch Krise?"
 Auch die traditionellen Ehrungen nahmen der CDU Vorsitzende Hötting und Bürgermeister Grüter vor: Für 25jährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Marlies Baer, Johannes Gernemann, Heinz Tittel, Ernst-Wilhelm Benninghoff und Marie-Luise Stöcker. Für 40 Jahren Parteitreue: Heinz Boehnke, Wilhelm Hemmert-Pottmann, Antonius Jansen, Friedhelm Koch, Wilhelm Schult und Günther Schult-Schürmann. Ganz besonders freute sich Hötting darüber, Josef Schild seine Anerkennung auszusprechen. Dieser ist bereits seit 65 Jahren Mitgleid der CDU.
|