Neues Mühlrad glänzt im Sonnenlicht
1.2.2012 Schermbeck (geg). Sie klappert zwar nicht am rauschenden Bach, dafür jetzt aber wieder am Mühlenteich. Schermbecks Wahrzeichen an der oberen Burgmühle, die sich im Besitz der Familie Prinz befindet, ist mit einem neuen Mühlrad ausgestattet und dreht sich wieder. Für das Rad mit einem Durchmesser von immerhin vier Metern, wurden zweieinhalb Tonnen Stahl verarbeitet. 40 Schaufeln wurden dort eingesetzt. Kostenpunkt laut Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter: 30.000 Euro
Wie bei so vielen Baustellen in alten Gemäuern erlebte Zens auch bei dieser eine Überraschung, denn das Mauerwerk war marode. „Wir haben es erneuern lassen", berichtete der Eigentümer der Burganlage- Burkhard Prinz.
 Ludger Zens von der Firma „Moderne Metallgestaltung-Ludger Zens" habe sich über den Auftrag „an einem ruhenden Pol in Schermbeck" sehr erfreut gezeigt. „Eigentlich ist es mir egal, welches Metall ich verbiege, aber das hier ist schon was besonderes", so der Metallbauer. Er versicherte, dass auch die beiden Azubis, die mit der Arbeit beauftragt waren, sich der Besonderheit des Auftrages bewusst waren, denn „Das neue Mühlrad, pulverbeschichtet und feuerverzinkt, wird uns alle überleben", versicherte der Fachmann. Bei der Übergabe am Dienstagmittag um 12 Uhr beendeten die jungen Männer bei klirrender Kälte die letzten Anstricharbeiten, so dass das Mühlrad im Sonnenlicht erstrahlte. Bürgermeister Ernst-Christoph Grüter berichtete, dass der Zerfall des Mühlrades und eine Renovierung schon seit vier Jahren Gesprächsthema sei. Viele Ideen hätten schließlich zum Kontakt zu Ulrich Schallwig von der RWW geführt, die sich bereit erklärte, das Wahrzeichen Schermbecks durch den Bau eines neuen Mühlrades zu erhalten. Insgesamt 30.000 Euro kostete die Erneuerung, die auch von der Kulturstiftung unterstützt wurde. Brigitte Straus befürwortet aufgrund der Bedeutung des Bauwerkes für die Schermbecker Bürger gern die gute Idee, wie sie sagte, denn „Die alte Mühle war hässlich, deswegen tragen wir als Kulturstiftung gern etwas dazu bei".

Dipl. Ing. Henrik Fasselt, von der Firma Fasselt GmbH & Co KG, kam mit einem Scheck zur offiziellen Übergabe des Mühlenrades. Das Bauunternehkmen hat das neue Mauerwerk errichtet. "Da uns schon seit Generationen das Wohl der Gemeinde sehr am Herzen liegt, möchten wir auch ein bisschen dazu beitragen, diese Mühle mit Mühlrad als Wahrzeichen Schermbecks zu erhalten", so Henrik Fasselt auch mit Hinweis auf die notwendige Ehrenamtlichkeit, denn: "Nur mit viel ehrenamtlicher Beteiligung und Unterstützung ist der Erhalt eines solchen Gebäudes möglich", sagte Fasselt. Aus diesem Grund überreichte er an Burkhard Prinz einen Scheck über 1000 Euro, der sich sehr darüber freute und das Geld für Instanhaltungsarbeiten verwenden möchte. Der Bürgermeister hatte zum Schluss auch noch ein Döneken zur Geschichte der Mühle parat. Er verriet, dass in der Mühle unzählige Angeln lagerten, die einkassiert wurden, wenn jemand beim unerlaubten Angeln im Teich erwischt wurde. Eine von ihm – aus Jugendzeiten versteht sich- sei auch dabei,verriet er augenzwinkernd.
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